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UKW ist out! Webradio heisst die neue Art seine Lieblingssender zu empfangen. Die Auswahl ist riesig und die Klangqualität in der Regel deutlich besser. Was man benötigt, um diese moderne Art Radio in HiFi-Qualität zu geniessen, sind ein Internetzugang und ein anspruchsvoller Netzwerkplayer. Mit dem M-Net ergänzt Audiolab nun seine M-Serie um ein solches Gerät, das die Erfüllung audiophiler Klangansprüche verspricht.

Hochwertig verarbeitet, übersichtlich gestattet: Der Audionet Streaming Transport M-Net.

Hochwertig verarbeitet, übersichtlich gestattet: Der Audionet Streaming Transport M-Net.

 

 

Die eigenen Lieblingssender über den Computer zu empfangen, wird immer beliebter. Kein Wunder, denn die Auswahl ist riesig. Gigantisch, um genau zu sein. Heute stellen nämlich weltweit mehr als 20.000 Radiosender ihr Programm in Internet zu Verfügung. Diese sogenannten Webradiosender können aber nicht nur über den heimischen PC, sondern auch über sogenannte Netzwerkplayer empfangen werden. Und die erleben zur Zeit einen wahren Höhenflug und sind in nahezu jeder Gehäusevariante, Farbe und Preisklasse zu haben. Das ist praktisch, denn so kann beispielsweise der Gute-Laune-Sender des Lieblingsurlaubsortes auch zuhause empfangen und genossen werden. Und zwar sowohl im Büro, in der guten Stube, im Kinderzimmer oder auch im Gartenhäuschen. Und das geht ganz einfach, denn in der Regel funktionieren die sogenannten Streamer wie ein ganz normales UKW-Radio, bieten aber den Vorteil einer deutlich besseren Klangqualität – und wie gesagt, natürlich eine dramatisch grössere Senderauswahl. Doch wie bei jedem normalen FM-Tuner gibt es auch hier Unterschiede. Diese sind in der Handhabung, Verarbeitung, Ausstattung und natürlich in der Klangqualität zu finden. Mit dem M-Net bieten die britischen Klangspezialisten von Audiolab nun ein Gerät, dass in allen genannten Disziplinen ganz vorn mitspielen und dennoch zu einem überraschend erschwinglichen Preis zu haben sein soll. Das wollten wir genau wissen und haben das erste in Deutschland erhältliche Exemplar für einen ausführlichen Test geordert.

Zum Lieferumfang des M-Net gebärt auch diese handliche und sehr hochwertig verarbeitete Fernbedienung. Somit lassen sich die Quellwahl und das Skippen durch die Favoritenliste ganz bequem vom Sofa aus vornehmen.

Zum Lieferumfang des M-Net gebärt auch diese handliche und sehr hochwertig verarbeitete Fernbedienung. Somit lassen sich die Quellwahl und das Skippen durch die Favoritenliste ganz bequem vom Sofa aus vornehmen.

 

 

Was bietet der M-Net?
Mit der Präsentation des M-Net vervollständigt Audiolab seine im letzten Jahr eingeführte Kompakt-Serie, die bislang aus zwei sogenannten DACs und einer leistungsstarken Stereo-Endstufe im 250-Millimeter-Format bestand. Diese Information ist wichtig, denn bei unserem Testgerät handelt es sich nicht um einen handelsüblichen Netzwerkplayer, sondern um einen Streamer-Transport. Im Detail bedeutet das, dass der M-Net einerseits zwar alles mitbringt, was man von einem modernen Streamer erwartet, andererseits aber nicht über eine eigene Wandlereinheit verfügt. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht danach ausschaut, ist dies nachvollziehbar und macht absolut Sinn: So kann der kleine, zeitlos designete Streamer perfekt mit einer DAC-/Endstufenkombi aus dem Hause Audiolab (Test hier) oder natürlich auch an einem markenfremden DAC betrieben werden, ohne dass der Kunde eine zusätzliche, nicht benötigte Wandlereinheit bezahlen muss. Ganz nebenbei erklärt dies auch den fairen Preis, denn dieses Gerät ist schon für eine unverbindliche Preisempfehlung von gerade einmal 399,00 Euro zu haben. Ein Preis, den man fast schon für einen ordentlichen FM-Tunerbaustein berappen muss. Doch der M-Net bietet deutlich mehr. Wie günstig dieser Preis dann tatsächlich ist, wird schnell klar, nachdem man sich den schicken Kompaktling einmal genauer anschaut:
Auffälligstes Merkmal ist hier ganz sicher das mattschimmernde Metallgehäuse, dessen Verarbeitungs- und Materialgüte trotz kompakter Bauweise angehende Highend-Qualitäten aufweist. Dieser Eindruck wird von kleinen Details wie einem griffigen und ebenfalls hochwertig anmutenden Drehregler, perfekt in die Gehäusefront eingelassenen Tastern mit sattem Druckpunkt und dem verhältnismässig grossen und sehr gut ablesbaren OLED-Display nochmals unterstrichen. Ein Blick auf die Rückseite gibt dann Aufschluss über die Anschlussmöglichkeiten, die der M-Net bietet. Hier sind in erster Linie die Buchse für die zum Lieferumfang gehörige WLAN-Antenne, eine Ethernet-Eingang sowie eine USB-Schnittstelle zu nennen, über die der kleine Audiolab Daten im Empfang nimmt. Mittels eines koaxialen und eines optischen Digitalausganges werden die empfangenen Signale dann an einen DAC oder Vollverstärker ausgegeben. Die Ausstattung verspricht also viel. Und da die zur gleichen Serie gehörige Q-DAC/M-PWR-Kombi vor einigen Monaten bereits in unserem Hörraum für Furore sorgte (hier geht’s zum Test), sind die Erwartungen an den kompakten Silberling (den es auch in mattschwarzer Ausführung gibt) hoch. Doch bevor es an den ausführlichen Praxistest geht, gilt es zunächst zu klären, was das Wörtchen „Streaming“ eigentlich genau bedeutet und wie sich der M-Net ins heimische WLAN-Netz einbinden lässt.

Unser Testaufbau: Im Zusammenspiel mit Audiolabs M-Dac und M-PWR soll sich der neue M-Net in unserem Hörraum beweisen.

Unser Testaufbau: Im Zusammenspiel mit Audiolabs M-Dac und M-PWR soll sich der neue M-Net in unserem Hörraum beweisen.

 

 

Was ist Streaming eigentlich genau?


Genaugenommen beschreibt das Wörtchen „Streaming“ lediglich den Empfang und die zeitgleiche Wiedergabe einer Audio- und/oder Videodatei. Diese kann kabelgebunden oder kabellos erfolgen, wobei mit „Streaming“ in der Welt der Unterhaltungselektronik zumeist die kabellose Übertragung bezeichnet wird. Auf welchem Wege diese erfolgt, ist dabei zweitrangig. So ist die Übertragung über das hauseigene WLAN-Netz ebenso ein „Stream“, wie die via Bluetooth. 
„AirPlay“ und „DLNA“ bezeichnen dabei die kabellose Audio- und Video-Übertragung (Streaming) von einer netzwerkfähigen Quelle aus der Apple-Welt (z.B. iPad, iPhone, MacBook) bzw. anderer mobiler Quellen an ein lizensiertes Empfangsgerät. Als Übertragungsweg wird dabei das inzwischen in nahezu allen Haushalten vorhandene Funknetzwerk (WLAN) genutzt. Vorteil: Aufgrund dieser starken und sehr stabilen Funkverbindung ist eine kabellose Übertragung auch durch stärkere Wände hindurch problemlos möglich.

 

 

WLAN-Einrichtung
Audiolab hat nicht zuviel versprochen, die Einbindung des M-Net in das heimische Wireless-Netzwerk ist tatsächlich in wenigen Augenblicken erledigt. Und das von Jedermann. Folgt man unserer Anleitung, ist die Installation von jedem Techniklaien schnell durchzuführen.

1. Audiolab M-Net mit Strom versorgen und mit dem vorhandenen HiFi-System verbinden
2. MENÜ-Taste am Gerät drücken und in „Systemeinstellungen“ wechseln
3. Anschliessend in „Interneteinstellungen“ wechseln und „Netzwerkassistenten“ aufrufen.
M-Net sucht nun nach WLAN-Sendern.
4. Eigenes WLAN-Netz auswählen
5. Passwort eingeben – fertig!

Sie sehen, die Einrichtung ist tatsächlich kinderleicht und schnell erledigt. Und das sogar ohne viele Tasten am Gerät, denn dank intuitiver Scroll & Klick-Funktion lassen sich alle Einstellungen bequem über den grossen Drehregler rechts vom Display vornehmen. Einfach zum gewünschten Menüpunkt scrollen und Drehregler drücken, schon ist die Anwahl erledigt.

Die Netzwerk-Einrichtung wie auch die Suche nach den eigenen Lieblingssendern wird durch das grosse, sehr gut ablesbare Display erleichtert.

Die Netzwerk-Einrichtung wie auch die Suche nach den eigenen Lieblingssendern wird durch das grosse, sehr gut ablesbare Display enorm erleichtert.

 

 

Musikwiedergabe von USB und anderen Quellen
Der M-Net ist ein wahres Multitalent. Das ist nicht übertrieben, denn neben seiner Eigenschaft als Netzwerkplayer können ihm auch Signale von einem ins heimische Netzwerk eingebundenen Mediaplayer zugespielt werden. Dazu wird der eigene Mediaplayer einfach aus der Liste der zugänglichen Quellen erwählt und schon können einzelne Titel, wie auch dort abgelegte Playlists mit nur einem Knopfdruck abgespielt werden. Es muss aber nicht zwingend alles wireless zugespielt werden, denn mittels seiner rückseitig platzierten USB-Buchse nimmt der M-Net auch Signale von einem USB-Stick bzw. einer USB-Festplatte entgegen.

Signale empfängt der M-Net via WLAN, Ethernet-Port oder USB-Buchse.

Signale empfängt der M-Net via WLAN, Ethernet-Port oder USB-Buchse.

 

 

In der Praxis
„Keine Angst vor Technik“, heisst hier Devise, denn die einmalige Einbindung ins WLAN-Netz ist tatsächlich innerhalb weniger Minuten erledigt. Und das selbst von Technikeinsteigern, denn im Grunde genommen bedarf es lediglich vier kurzer Schritte, bis das Gerät in das kabellose Netzwerk eingebunden ist. Ebenso kinderleicht erweist sich das Auffinden der gewünschten Sender. Und das, obwohl inzwischen weit mehr als 20.000 Internetradio-Stationen um die Gunst der Hörerschaft buhlen. Somit bleibt kein Musikwunsch offen, denn die Auswahl ist gewaltig. Das ist zwar sehr schön für jeden Musikfreund, dennoch bedarf die Darstellung bzw. das Auffinden der gewünschten Sender einer übersichtlichen Menüstruktur. Eine unverzichtbare Voraussetzung, die leider nicht zum Standard jeden Netzwerkplayers gehört. Im M-Net ist sie allerdings in vorbildlicher Weise gegeben. Dank des durchdachten Menüaufbaus lassen sich sämtliche im World Wide Web verfügbaren Radiostationen schnell nach regionalen Gesichtspunkten, nach Genre oder auch nach Popularität sortieren und auflisten. Ist der gewünschte Sender letztlich gefunden, reicht ein einfacher Druck auf den griffigen Drehregler und die Wiedergabe startet. Natürlich lassen sich die eigenen Lieblingsstationen auch in einer Favoritenliste speichern. Somit ist das Skippen zwischen den bevorzugten Sendern mit nur einem Knopfdruck erledigt – eben ganz genauso, wie Sie es von Ihrem Küchenradio oder Ihrem HiFi-Tuner gewohnt sind. Im Zusammenspiel mit der bereits erwähnten M-DAC/M-PWR-Kombi zeigt sich unser Testgerät dann erneut von seiner besten Seite, denn Abstriche in Sachen Klang stehen hier trotz des günstigen Verkaufspreises nicht zur Debatte. Entsprechend der Bandbreite der empfangenen Sender überrascht das Audiolab-Trio durch eine kristallklare und natürliche Stimmwiedergabe, die auch unter höheren Lautstärkepegeln frei von Verzerrungen bleibt. Mittlere Frequenzlagen werden zudem griffig und körperhaft dargestellt, was gerade anspruchsvolle Klassik- und Opernfreunde begeistern wird. Doch auch Rockfans kommen mit dieser Kombi voll auf ihre Kosten, denn die Grundtonagilität und das erstaunlich tiefgreifendes Bassfundament, das wir hier erleben, reproduziert selbst härtere Stücke wie beispielsweise Godsmacks „Sick Of Live“ oder Metallicas „Sad But True“ in Studioqualität.

So gewaltig kann Klein sein:  Mit einer Gehäusebreite von gerade einmal 250 Millimetern nimmt Audiolabs M-Serie wenig Platz ein, geht klanglich aber wie eine 43er-Kombi zur Sache.

So gewaltig kann Klein sein: Mit einer Gehäusebreite von gerade einmal 250 Millimetern nimmt Audiolabs M-Serie wenig Platz ein, geht klanglich aber wie eine 43er-Kombi zur Sache.

 

 

Fazit
Der M-Net ist kinderleicht in das heimische Netzwerk zu integrieren, lässt sich komfortabel bedienen und zeigt sich als hervorragend verarbeitet. Darüber hinaus ist er die ideale Ergänzung zu Audiolabs kompakter M-Serie, erweist sich aber auch an markenfremden HiFi-Systemen als absolute Bereicherung. Bedenkt man zudem den niedrigen Preis, ist der M-Net eine echte Empfehlung für die Aufrüstung von UKW & Co. auf Internetradio.

 

Test & Text: Roman Maier

Fotos: www.lite-magazin.de

 

 

Modell:Audiolab M-Net
Preis:399,00 Euro
Garantie:2 Jahre (zzgl. 12 Monate bei Einsendung der Garantiekarte)
Ausführungen:schwarz, silber
Vertrieb:IAD, Korschenbroich
Tel.: 02161 / 617830
www.iad-audio.de
Abmessungen (HBT):59 x 250 x 224 mm
Gewicht:1,9 Kg
Internetradio-Provider:vTuner
Eingänge:- Ethernet
- WLAN
- USB
Ausgänge:- optisch Digital
- koaxial Digital
Besonderheiten:- Fernbedienung
- mehrsprachiges Menü
- sehr gute Verarbeitung
- OLED Display
- einfache Installation
- kinderleichte Bedienung
Benotung:
Klang (60%):1,1
Praxis (20%):1,1
Ausstattung (20%):1,2
Gesamtnote:1,1
Klasse:Oberklasse
Preis-/Leistungsehr gut

 

 

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