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Wären die Smart Vento 9 „normale“ Lautsprecher, wäre ihr Paarpreis von 4.400 Euro schon aufgrund ihrer Ausstattung, Verarbeitungs- und Materialität absolut angemessen. Die eleganten Cantons sind aber noch viel mehr, sie sind umfassende HiFi-Systeme mit Streaming- und HiResfähigkeit – und sie sind für künftige Anwendungen gerüstet.

Die Smart Vento 9 ist mehr als ein Lautsprecher, sie übernimmt auch die Aufgaben eines HiFi- und Heimkino-Vorverstärkers, DAC und hat 600 Watt-Endstufen an Bord.

Die Zeiten, in denen große HiFi-Türme und riesige Software-Sammlungen im Wohnzimmer das Bild beherrschten sind endgültig vorbei. Die eigene Musiksammlung liegt heutzutage auf dem Computer, der Netzwerkplatte oder auf USB-Laufwerken. Auch das Aussehen der HiFi-Anlage hat sich drastisch verändert. Sie sieht heute oftmals so aus: Aktiv-Lautsprecher plus Streamer, NAS-Platte oder Rechner. Diese Modernisierung treibt Canton schon seit längerer Zeit voran, beispielsweise mit der C500 oder der GLE 496.2BT. Mit seiner Smart-Vento-Linie legen die Hessen nun noch einen drauf und hieven auch ihre Top-Serie auf den modernsten Stand. Die gebotenen Möglichkeiten lassen kaum noch Wünsche offen. Eine der beiden Boxen, idealerweise der Master wird wahlweise kabelgebunden oder wireless mit entsprechenden Quellen gepaart – die Kommunikation untereinander geschieht dann per Funk. Das gilt sowohl für die Regalbox Smart Vento 3, wie für den hier im Test befindlichen Stand-Lautsprecher Smart Vento 9. Heisst: Eine Box benötigt lediglich Strom, zur anderen führt neben des Stromkabels nur noch eine Verbindung zur Netzwerkplatte, Streamer, zum Computer oder zum Mediaplayer. Das war es dann auch schon in Sachen Installation und Kabelei. Der Vollständigkeit halber: Eine Ausnahme stellt hier lediglich die Verbindung per XLR dar. Da über diesen Weg immer nur ein Kanal übertragen wird, müssen entsprechende Quellen immer mit beiden Lautsprechern verbunden werden. Beispielsweise sind manche CD-Player, Tonbandgeräte oder vereinzelt auch Phono-Vorverstärker mit entsprechenden Ausgängen bestückt.

Die Smart Vento 9 zeigt sich erwartungsgemäß in Cantons bewährter Bugform.

Grazile Massivität

Wenn es eine Sache gibt, die als erstes auffällt, dann ist es das schlanke Äussere der Smart Vento 9. In Sachen Design setzt Canton, der Name lässt es vermuten, auf sein bewährtes Vento-Design in Bugform. Bedeutet: Hinter der Schallwand wächst die Drei-Wege-Box erst leicht in die Breite, um sich anschließend nach hinten zu verjüngen. Das sieht richtig gut aus und lässt sie erfreulich grazil erscheinen. Neben dem hochglänzenden Piano-Schwarz unseres Testmusters ist die Canton alternativ in hochglänzender, weißer Ausführung verfügbar. Egal für welche Farbe man sich entscheidet, jede Version ist zudem mit den sogenannten Diamond Cut-Ringen versehen. Sie setzen die Chassis der Aktiv-Box elegant in Szene. Wer sie bzw. die gesamte Technik nicht sehen will, verdeckt die Schallwand einfach hinter den mitgelieferten Gewebeabdeckungen. Unschöne Halter sucht man hier übrigens vergeblich, die Abdeckungen haften magnetisch. Mehr Stabilität und den optischen Pep bringt die Bodenplatte, auf der die Klangsäule ruht. Ebenfalls hochglänzend ausgeführt, lässt sie die Canton sogar noch etwas edler wirken. Ein kleines Detail, das die Smart Vento 9 nochmals integrativer macht. Die Platte hat aber noch einen weiteren Vorteil: Auf ihr steht die Box auf vier nach oben zulaufenden Kegeln. Das verleiht ihr einen luftigeren Eindruck und erlaubt den Ingenieuren die Bassreflexöffnung in den Gehäuseboden einzulassen. Da das Port nun im definierten Abstand auf die Bodenplatte strahlt, erfreut sich die Smart Vento 9 zusätzlicher Freiheit in der Aufstellung.
Der Schlankheit steht die Massivität entgegen. Jede 9er bringt stolze 27 Kilo auf die Waage. Damit ist sie schwerer als viele nominelle Konkurrenten. Ihr glänzendes Finish lässt sie außerdem teurer wirken, als sie tatsächlich sind. 4.400 Euro sind zwar nicht wenig Geld, schaut man sich die größten Aktiv-Lautsprecher aus dem Vento-Portfolio aber genauer an, scheint der Preis bereits auf den ersten Blick gerechtfertigt.

Die Smart Vento 9 ruht auf tiefschwarzen Kegeln. Das macht sie optisch luftiger und hat auch klangliche Gründe.

Durchdacht, üppig aber nicht protzig

Kommen wir zur Technik: Die Schallwand ist gleich vierfach bestückt. Ganz oben thront der 180 Millimeter durchmessende Mitteltöner. Er ist für den Großteil der Stimmwiedergabe verantwortlich. Direkt darunter findet der 25er Hochtöner seinen Platz. Canton setzt auch hier auf seine aufwändig hergestellte Keramik-Kalotte, die ich in ähnlicher Form bereits aus der Reference-Serie kenne. Der Aufwand lohnt, sie ist nämlich auf die größtmögliche Linearität in der Wiedergabe konzipiert. Außerdem soll sie ihr zugeführte Frequenzanteile hoch bis 30 Kilohertz wandeln. Für eine gezielte Schallabstrahlung sitzt sie zudem leicht vertieft in einem Wave-Guide. Wandert der Blick dann ein Stückchen tiefer, entdeckt man die massive Bass-Sektion. Sie besteht aus zwei respektablen, 22 Zentimeter messenden Tieftönern. Clever, so lässt sich die Box schön schlank halten, ohne dass man Membranfläche verliert. Für den Knochenjob der Basswiedergabe ist die Smart Vento 9 also auch gut gerüstet. Wie der Mitteltöner sind auch die beiden Woofer mit sehr leichten, zugleich aber auch hochfesten Titanium-Membranen ausgestattet. So kommt man dem Ideal eines masselosen Schwingsystems sehr nahe. Ohne zuviel aus meinem Hörtest vorweg zu nehmen: Besagtes Duo spielt extrem weit herunter und bleibt dabei beeindruckend unverzerrt. Davon können sich andere Schallwandler ähnlicher Größe eine Scheibe abschneiden. Dazu aber später mehr …

Der 25 Millimeter messende Hochtöner sitzt in einem ihn umgebenden Wave-Guide.

Nicht wählerisch

Auf der Rückseite jeder Smart Vento 9 findet sich eine Vielzahl Buchsen und Ports an denen die verschiedensten Quellen Anschluss finden. Dazu gehören jeweils ein optischer Eingang, über den beispielsweise das Fernsehgerät seine Audiodaten überträgt. Alternativ bietet sich ein koaxialer Digitaleingang an. Hier könnte wahlweise ein CD- oder Mediaplayer verbunden werden. Darüber hinaus ist jede Smart Vento 9 auch mit analogen Zugängen in Cinch- und XLR-Ausführung bestückt. Hier finden beispielsweise der Plattenspieler, der externe DAC oder alternativ auch ein Tuner oder Tonbandgerät Kontakt. Abgerundet wird das Ausstattungspaket durch einen USB-Port im Master-Lautsprecher. An ihm lässt sich wahlweise ein Streamer, Netzwerkplayer, NAS-Platte, Festrechner oder Laptop anklemmen. Die Canton ist in Sachen Anschlussvielfalt also nicht wählerisch, sehr gut! In meinem Test dient mir dann ein MacBook Pro mit aufgespielter HiRes-Wiedergabesoftware Audirvana Plus als Zuspieler.
Für die drahtlose Konnektivität ist das Canton-Duo zudem mit einem Bluetooth-Modul ausgestattet. Praktisch, so kann Musik schnell und unkompliziert auch vom Smartphone oder Tablet zugespielt werden.

Das Anschlussfeld (hier Master-Box) ist üppig bestückt und bietet nahezu jeder Quelle die Möglichkeit zur Verbindung.

Smart Vento 9 mit Profi-Werkzeugen

Canton treibt die Reduktion auf die Spitze und stattet seine Smart Vento 9 allen nötigen Werkzeugen aus, die zur Erlangung des besten Klangerlebnisses verfügbar sind. Auch wenn man es der 9er nicht ansieht, sie ist umfangreicher ausgestattet als die meisten modernen HiFi-Vollverstärker und bringt ganz nebenbei noch ein paar Heimkino-Skills mit. Alle möglichen Einstellungen werden dann über die nur mitgelieferte Fernbedienung vorgenommen. Mit gerade einmal 17 Tasten bestückt, sieht man ihr die immensen Möglichkeiten ebenso nicht sofort an.
Ein kurzer Druck auf die M-Taste genügt beispielsweise um ins Menü zu gelangen. Über die Pfeil-Tasten wird dann durch die verschiedenen Ebenen navigiert. Wo man sich gerade befindet, zeigen beide Lautsprecher in großen, blauen Lettern auf ihren unauffällig integrierten Displays an. „SPS“ bedeutet beispielsweise den Einstieg in die Lautsprecher-Einstellungen, „CHL“ erlaubt die individuelle Anpassung der Lautstärke jeder Smart Vento 9. Über „DST“ lässt sich dann einstellen, wie weit die Box vom Referenzplatz entfernt steht. Diese Funktion ist in erster Linie gefragt, wenn die Cantons in einem Mehrkanalsetup eingesetzt werden. Hinter dem Kürzel „VOI“ verbirgt sich hingegen die Möglichkeit Stimmen aus der Soundumgebung herauszuheben, sie etwas präsenter klingen zu lassen. „LIP“ weist auf LipSync hin. Auch das kennt man von AV-Receivern. Dazu kommen noch drei Equalizer-Presets über dies sich jede Lautsprecher individuell „klangtunen“ lässt. Canton empfiehlt beispielsweise „EQ1“ für die freie Aufstellung. „EQ2“ und „EQ3“ stehen dagegen für die wandnahe Positionierung bzw. die Platzierung der Box in der Raumecke. Welche Einstellung letztlich die richtige ist, hängt immer von der Raumgröße, -geometrie und dem persönlichen Hörgeschmack ab. Hat man alle Einstellungen vorgenommen, lassen sich diese über längeres Drücken der Tasten 1, 2 oder 3 auf der Fernbedienung fest hinterlegen und schnell abrufen.

Die angebotenen Klangwerkzeuge sind umfangreich. Mit Hilfe der übersichtlich strukturierten Fernbedienung navigiert man problemlos durchs Menü.

Lautsprecher ausrichten

Mein Test beginnt mit dem üblichen Prozedere: Der zweitägigen Einspielphase. Zugleich will ich die beiden Lautsprecher bestmöglich auf den Hörplatz ausrichten. Dazu navigiere ich zuerst ein bisschen durch meine Playlist. Nach einigen angespielten Songs wird klar, die beiden Cantons sollten nicht ganz, aber schon recht stark auf den Hörplatz ausgerichtet sein, um eine möglichst plastische Raumabbildung zu generieren. Das gilt zumindest dann, wenn hauptsächlich nur eine Person Musik hört. Lauschen ihr zwei oder mehrere Personen, werden die Lautsprecher idealerweise ein Stückchen weiter nach außen gedreht. Da ich den Test allein mache, entscheide ich mich für erstere Variante – bei einem Abstand von rund 2,40 Metern zueinander und zum Hörplatz. Die klassische Stereo-Dreieck-Konfiguration also.

In meinem Test erwies sich die leichte Ausrichtung auf den Hörplatz als ideal.

Musik liegt in der Luft

Nach besagter Gewöhnungsphase beginne ich meinen Soundcheck dann mit der heute vermutlich verbreitetsten und populärsten Verbindungsart; via Bluetooth. Der Verbindungsaufbau gelingt dann mit wenigen Handgriffen:

1. Bluetooth-Taste drei Sekunden gedrückt halten
2. „iQ Vento 9“ aus Liste verfügbarer BT-Spielpartner wählen
3. Musikwiedergabe starten

Die Konnektion ist dann in weniger als 10 Sekunden erledigt, also geht es schneller in den Praxistest als gedacht. Mit Daft Punkts „Something About Us“ starte ich anschließend in den Hörtest. Elektronische Beats mit Tiefgang und Impuls. Hier fällt schnell auf: Die Cantons können richtig tief. Bereits hier spielen sie weit runter, greifen mächtig zu und liefern auch noch reichlich Volumen. Fast könnte man meinen, hier sei noch ein Subwoofer am Werk. Aber nichts da, das machen die beiden Drei-Wege-Säulen ganz allein! Wem das zuviel ist, der reguliert die Bässe einfach über einen kurzen Druck auf die Sound-Taste auf der Fernbedienung. Drückt man zwei- bzw. dreimal, lassen sich auch Mitten und Höhen auf den eigenen Hörgeschmack regulieren. Die Cantons bieten also auch noch eine große Klangregelung. Ich belasse besagte Justagemöglichkeiten allerdings unangetastet in der Neutralstellung. Kurz darauf zeigen meine Testgäste dann, dass sie auch eine Etage höher, also auch im Grundton impulsstark und mit hoher Agilität zu Werke gehen. Sehr gut, so will Daft Punkt gespielt werden. Wer jetzt den Klang mobiler Bluetooth-Boxen im Ohr hat, der liegt gewaltig daneben. Die Ventos spielen mindestens zwei Klassen drüber. Das hier ist richtig beeindruckender HiFi-Sound.

Der Bluetooth-Verbindungsaufbau ist schnell erledigt.

HiRes geht auch

Im nächsten Testabschnitt bekommen die Smart Vento 9 dann gleich mal anspruchsvolleres Futter vorgesetzt. Den Anfang macht Grace Jones mit „Use Me“ – vom MacBook via Audirvana Plus in 96-Kilohertz-Version zugespielt. Die Betonung liegt auf „Anfang“, denn bereits die ersten Takte des Titels machen Eindruck: Es beginnt mit einem stilgebenden Rauschen, dem nur wenige Sekunden später das Einsetzen der Beats folgt. Alles knackig, impulsstark und druckvoll. Die nun vorherrschenden Bassläufe sind blitzsauber artikuliert und gehen beeindruckend tief runter. Der Rhythmus passt, der Sound geht sofort unter die Haut. Nur kurz darauf wird dann die Künstlerin hörbar. Perfekt in den tragenden Rhythmus eingebettet, stellt sich die Stimme der Amerikanerin sofort in den Mittelpunkt. Was dabei schnell auffällt, ist die ausnehmend breite Raumdarstellung. Der Sound erstreckt sich sogar ein Stückchen weit über die physikalischen Standpunkte der Boxen hinaus. Die Stimme bleibt dagegen unverrückbar in der Mitte zwischen den Schallwandlern, während die Instrumentalisierung dahinter platziert scheint. Die zuvor beschriebene Aufstellung und Ausrichtung hat sich also bewährt, die Cantons ziehen eine schöne Klangbühne auf und machen richtig Spaß. Zur Info: Die Lautstärke befindet sich noch in moderaten Gefilden. Trotzdem sind hier Zug und Dynamik drin, keine Spur von seichter Hintergrundbeschallung. Dieser Eindruck ändert sich auch nicht, als ich den Finger für einige Sekunden auf der Plus-Taste der Fernbedienung belasse und somit den Pegel deutlich anhebe. Von der nun deutlich höheren Lautstärke völlig unbeeindruckt spielen die Ventos dann einfach weiter. Es wird lauter, der Klangcharakter ändert sich jedoch nicht. Durchzugskraft und Impulsvermögen, alles weiterhin in gleichem Maße da.

Jede Änderung der Lautstärke wird über das Display im Fuß der Box bestätigt. Das Display erlischt anschließend nach wenigen Sekunden automatisch.

Feingeist und Kraftprotz

Mit James Taylor und „Angels Of Fenway“ geht es anschließend in den dritten Testabschnitt – ebenfalls in einer Abtastrate von 96 Kilohertz. Diesmal beginnt der Song mit einer seicht gespielten Gitarre. Und die hat es in sich. Jedes Saitenzupfen ist förmlich fühlbar. Dann steigt Taylor selbst ein. Die leicht nasale Stimme stellt sich sofort zwischen die beiden Smart Vento 9. Bühnenbreite und -tiefe, alles da. Das habe ich ja bereits im vorangegangenen Track erlebt. Was hier aber hinzu kommt, ist das sich zwischenzeitlich bemerkbar machende Publikum – nur kurz, dafür aber sehr prägnant und zwischen mir und den Lautsprechern platziert. Die akustische Staffelung gelingt dem Canton-Duo also ebenfalls in höchstem Maße. Das ist es, was am meisten beeindruckt. Dass die klangliche Präsentation dabei jederzeit erwachsen und vollumfänglich gelingt, wirkt fast schon selbstverständlich.
Etwas beherzter geht es anschließend mit Adda Schade und „02/62“ weiter. Keine Musik im eigentlichen Sinne, eher eine halbwegs harmonische Aneinanderreihung unterschiedlichster Soundeffekte. Ein Stück, das man sich vermutlich nicht zuhause anhört um Musik zu genießen. Aber eines, das mir weitere Auskunft über Grundtonagilität und Impulskraft der Cantons gibt. Spätestens jetzt stellt sich dann heraus, dass die Smart Vento 9 beides fast schon in Perfektion beherrscht. Der Gruntonbereich zeigt sich wunderbar akzentuiert und schnell. Tiefere Basspassagen werden markant reproduziert, wobei die großen Standboxen die tiefsten Töne förmlich auszuloten scheinen. Der markante Standbass steht fest im Raum und die punktuellen Grundton-Eruptionen werden mit reichlich Energie und Impulskraft vorgetragen. Tiefgang und Volumen? Ja! Nerviges Wummern? Fehlanzeige!

Jede Smart Vento 9 ist mit gleich zwei großen Woofern bestückt. Sie sorgen für ordentlich Tiefgang.

Eine Frage des Geschmacks

So richtig spannend wird es dann aber, als ich zum Testabschluss noch die Taste mit der Aufschrift „Play Mode“ ausprobiere. Ein kurzer Druck bestätigt mir, dass die Smart Vento 9 gerade im Stereo-Modus spielt. Nach einem weiteren Fingertipp auf den gummierten Knopf wechselt das Setup auf „Movie“. Die Änderung wird umgehend hörbar, die Klangbühne sofort deutlich verbreitert. Sie reicht nun bis an die Seitenwände unseres Hörraumes. Dieses „Aufspannen“ geht zwar ein wenig zu Lasten der akustischen Ordnung, beeindruckt aber durch Raum, Tiefe und einen deutlich fülligeren Sound. Ein Modus, der sich meiner Meinung nach ideal für die Wiedergabe von Filmen oder Live-Stücken eignet. Ein weiterer Druck bringt den Wechsel auf „Music“. Jetzt wird das Klangbild wieder etwas schmaler. Nach dem Test mit diversen Titel habe ich diesen Modus letztlich für mich als ideal zum Musikhören entdeckt. Die Bühne ist breiter als im Stereo-Modus, das macht das Klangbild luftiger, räumlicher und agiler. Zugleich geht dabei aber auch nicht zu viel von der akustischen Ordnung verloren. In Sachen Staffelung und Präzision hat der Stereo-Mode zwar immer noch die Nase vorn, dafür wirkt die gesamte Präsenz im Preset „Music“ lebendiger und greifbarer. Diesen Kompromiss gehe ich dann gern ein …

Die Wahl des Wiedergabe-Modi wird über einen einfachen Druck auf die Play Mode-Taste vorgenommen.

Fazit

Die Art seine Lieblingsmusik zu speichern und zu hören hat sich in den letzten Jahren drastisch verändert. Die Smart Vento 9 folgt den neuen Anforderungen in jedem Detail. Auf den ersten Blick handelt es sich um klassische Lautsprecher, tatsächlich ist die Smart Vento 9 aber ein erstklassig verarbeitetes HiFi-System für moderne Ansprüche. Egal ob die Lieblingssongs vom CD-Player, aus dem Computer, von Netzwerkplatte oder aus dem Handy kommen, die hübsche Klangsäulen sind für nahezu jede Art der Musikzuspielung bereit. Schnell und einfach verbunden, spielen die leistungsfähigen Cantons dann auf höchstem Niveau. Ausgewogen und impulsstark zeigen sie sich zudem als echte Allrounder. Darüber hinaus ist die Smart Vento 9 auch für den Heimkino-Einsatz vorbereitet und perfekt an Raum und Hörgeschmack anpassbar. Zur Vielseitigkeit kommt der Komfort: Die Bedienung dieses modernen HiFi-Setups ist trotz dem enormen Ausstattungsumfanges kinderleicht und fast schon intuitiv. Fasst man Verarbeitungs- und Materialqualität, Ausstattung, Design, Vielseitigkeit, Komfort und den richtig guten Klang zusammen, ist der Preis von 4.400 Euro – für das Paar wohlgemerkt – fast schon ein Schnäppchen.

Test & Text: Roman Maier
Fotos: www.lite-magazin.de

Gesamtnote: 97/100
Klasse: Referenzklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

97

97

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190215.Canton-Testsiegel

Technische Daten

Modell:Canton
Smart Vento 9
Gerätekategorie:Standlautsprecher, aktiv
Preis:4.400 Euro / Set (=Master-/Slave-Paar)
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:- Schwarz Hochglanz
- Weiß Hochglanz
Vertrieb:Canton, Weilrod
Tel.: 06083 2870
www.canton.de
Abmessungen (H x B x T):110 x 247 x 340 mm
Gewicht:27,0 kg (Stück)
Prinzip:aktiv, 3-Wege, Bassreflex
Hochtöner:1 x 25 mm (Keramik-Kalotte)
Mitteltöner:1 x 180 mm (Titanium-Membran)
Tieftöner:2 x 200 mm (Titanium-Membran)
Frequenzgang:22 - 30 000 Hz
(Herstellerangabe)
Übergangsfrequenzen:180 / 3.100 Hz (Herstellerangabe)
Leistung:600 Watt
(Systemleistung der
integrierten Verstärker; Herstellerangabe)
Eingänge:- 1 x Digital optisch (TOSLink)
- 1 x Digital elektrisch (Coax)
- 1 x Bluetooth 3.0 (mit apt-X Decoder)
- 1 x Analog (Cinch)
- 1 x USB (Master-Box)
- 1 x XLR
Ausgänge:1 x Subwooferausgang (Cinch)
Dekoder:- Dolby Audio
- DTS
Maximale Samplingrate/Auflösung:PCM 96 kHz/24 Bit
Lieferumfang:- Smart Vento 9 (Paar)
- Frontabdeckungen (schwarz)
- Fernbedienung
- Batterie (CR2032)
- Netzkabel
- optisches digitales Audiokabel (3,0 m)
- koaxiales digitales Audiokabel (3,0 m)
- analoges Stereo Audiokabel (Cinch auf Stereo-Miniklinke, 3,0 m)
- Bedienungsanleitung
Besonderes:+ integrierterVerstärker
+ integrierter DAC
+ integrierte Decoder für Dolby Digital, DTS Digital Surround
+ LipSync-Funktion für exakte Sprachsynchronisation
+ klangoptimierbar über DSP-Schaltung
+ Equalizer mit 3 Sound-Presets
+ Display
+ übersichtliche Fernbedienung

- kein WLAN
Benotung:
Klang (60%):97/100
Praxis (20%):97/100
Ausstattung (20%):96/100
Gesamtnote:97/100
Klasse:Referenzklasse
Preis-/Leistungsehr gut

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