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Andrew Jones von Elac hat sich die beliebte Debut-Serie vorgenommen und Stand-, Regal- und Center-Lautsprecher fein säuberlich optimiert. Die neuen Modelle erkannt man am Namenszusatz „Reference“ und an überarbeiteten Gehäusen mit wunderschöner Verarbeitung und neuem Konstruktions-Konzept. Besonders deutlich wird der Unterschied in der Drei-Wege-Standbox Debut Reference DFR52, die auch klanglich einen deutlichen Sprung zum Vorgänger hinlegt. Wir hatten sie im Hörraum.

Schlanke Figur, perfekte Proportionen: Die Elac DFR52 fügt sich perfekt in moderne Wohnumgebungen ein.

Frisch aus dem Karton macht die DFR52 zunächst einmal einen sehr schlanken Fuß. Ohne Sockeltraverse misst das Gehäuse lediglich 185 Millimeter in der Breite, macht aber einen sehr soliden Eindruck. Jeder der 101,6 Zentimeter großen Lautsprecher bringt dabei 16,7 Kilogramm auf die Waage. Die Oberfläche ist in Walnuss laminiert, die Front in mattem Schwarz gehalten. Elac bietet die DFR52 alternativ aber auch in Eiche-Weiß-Kombination an. Das Gehäuse selbst ruht auf einer Traverse mit Spikes und passenden Unterlegern. So wird die Standfläche um je 4,5 Zentimeter in Tiefe und Breite erweitert, was dem Elac-Schallwandler zugleich einen stabileren Stand gibt.

Clever: Der Lautsprecher ruht auf metallenen Traversen. Das sieht gut aus und verleiht der DFR52 einen soliden Stand.

Mal was anderes

In der Front befinden sich die vier Chassis bündig eingefasst. Am unteren Rand befindet sich die rechteckige Bassreflexöffnung, rückseitig die beiden weiteren, runden Öffnungen. Hier fällt mir auf, dass der vordere Bassreflexport seitlich nach innen gerundet ist, um Strömungsgeräusche zu vermeiden. Sollen die Chassis lieber verborgen zu Werke gehen, so können sie von der grauen Gewebeabdeckung kaschiert werden. Hier hätte ich mir Alternativen in der Farbwahl gewünscht, die gibt es leider nicht. Sehr gut gefällt mir dagegen auch hier wieder, dass Elac die Halterung magnetisch ausgeführt hat, sodass in der Front keine Löcher prangen. Unter dem Bassreflexport auf der Vorderseite ist dann noch die dezent ausgeführte Aluminiumplakette mit dem Elac-Schriftzug sichtbar.

Die Verarbeitung der Debut Reference DFR52 ist für einen Lautsprecher dieser Preisklasse einfach hervorragend.

Chassis-Armada

Wie eben bereits kurz erwähnt, sitzen in der Elac Debut Reference DFR52 vier Chassis in der Front. Ganz oben thront der Hochtontreiber in Form einer 25 Millimeter messenden Gewebekalotte. Er sitzt mittig in einem nach innen gewölbten Waveguide aus Stahl. Er soll Frequenzen bis zu 35.000 Hertz verarbeiten. Direkt darunter befindet sich der aramidfaserverstärkte Mitteltöner mit einem Durchmesser von 130 Millimetern. Damit im Bass ordentlich was passieren kann, hat Elac unter ihm gleich zwei weitere dieser aramidfaserverstärkten Membranen für den Bass untergebracht. Obwohl sich vier Chassis in der Front des DFR52 befinden, handelt es sich also um einen reinrassigen Drei-Wege-Aufbau. Die beiden Woofer sind messen ebenfalls 13 Zentimeter im Durchmesser, was auch optisch sehr gefällig wirkt. Laut Herstelleraussage sollen sie hinab bis zu 42 Hertz spielen, was ordentlich Druck im Basskeller verspricht. Bei einer Nominalimpedanz von 6 Ohm erreichen die Lautsprecher eine maximale Belastbarkeit von 140 Watt.

Die Front der DFR52 zieren gleich vier Chassis – trotzdem handelt es sich hier um einen reinrassigen Drei-Wege-Lautsprecher.

Perfekt abgestimmt

Die Frequenzweiche trennt den Bassbereich in der DFR52 bereits bei 90 Hertz und schließt die Höhen bei 2200 Hertz wieder an. Eine gute Lösung. So wird der Mitteltöner vom Knochenjob der Basswiedergabe befreit und muss auch nicht zu hoch spielen. Auf der Rückseite befinden sich dann noch die beiden doppelt verrundeten Bassreflexports, die einen noch tieferen Abstieg in den Basskeller versprechen. Unter ihnen klebt die Typenplakette mit dem hübschen Debut-Reference-Schriftzug und den technischen Daten. Das ebenfalls rückseitig ansässige Kontaktterminal erlaubt den Anschluss mit Bananensteckern oder 10 Quadratmillimeter Litze. Das Gehäuse selbst besteht aus MDF-Tafeln mit der entsprechenden Laminierung. Diese ist bis ins Detail hervorragend aufgetragen und auch die Frontplatte ist präzise eingesetzt. Die Gehäusekanten sind, mit Ausnahme der hinteren Kante, fein gerundet und sehen wunderschön aus. Optisch kann sich die DFR52 also auf jeden Fall sehen lassen und wird zum Blickfang in jeder modernen Wohnsituation.

Anschlussseitig ist die Debut Reference DFR52 mit Single-Wire-Schraubklemmen ausgerüstet.

Feintuning der DFR52

In Sachen Aufstellung erweisen sich die Elac DFR52 dann als vergleichsweise anspruchsvoll. Aufgrund ihrer rückseitigen Reflexports, fühlen sie sich in Ecken oder dicht an der Wand nicht so wohl. Man sollte ihnen also etwas Freiraum nach hinten gönnen. Am besten gefiel mir der Sound auf etwa 50 Zentimetern Abstand zur Rückwand und rund zwei Metern Differenz zwischen den Lautsprechern. Ist die richtige Platzierung einmal gefunden, macht der Sound sofort richtig Laune. Ich habe sie mit dem Hegel H360 befeuert, der mit seinen 250 Watt zwar weit mehr bereitstellen kann, als die Boxen vertragen, dafür aber auch ein sauberes Referenzsignal liefert. Bei der Wiedergabe der ersten Songs fällt mir dann sofort die warme Abstimmung der DFR52 auf. In „Tom’s Diner“ erhält Suzanne Vega sogleich eine satte Präsenz, allerdings ohne aufdringlich zu wirken. In den Höhen gibt sich die Box nämlich etwas zurückhaltender und peitscht nicht wild drauf los.

Für ein möglichst authentisches Klangbild werden die Elacs idealerweise leicht auf die Hörposition ausgerichtet.

Angenehmer Mittelfeldspieler

Diese warme Abbildung zeigt sich auch in „UFO“ von Ellen Alien. Der Synthesizer erreicht eine angenehm breite Ausdehnung, während der Bass im Intro den erforderlichen Punch liefert. Die DFR52 spannt auch eine angenehme Tiefe auf, sodass ich vollständig in die Musik eintauchen kann. Auch Fifi Rongs Darbietung in „Kiss The Cloud“ von Yello erhält eine sehr starke Präsenz. Eine, in der auch die Synthesizer fett und druckvoll wirken. Sehr beeindruckend empfinde ich dabei die weite Verteilung der Instrumente/Geräusche im Raum. „In Your Room“ erhält ein sehr schönes und rundes Bassfundament, das überraschend weit in die Tiefe hinabreicht. Die Stimme von Dave Gahan wird weit in den Vordergrund gestellt, klingt dabei aber gefällig warm. Bei Zimmerlautstärke und leicht darüber gefällt mir diese Abstimmung sehr gut. Dieser Lautsprecher eignet sich also perfekt für den echten Musikgenuss.

Die Gewebeabdeckungen werden magnetisch gehalten.

Ausgefeilter Tiefgang

Geht es darüber hinaus, arbeiten sich die Mitteltöner leicht in den Vordergrund. Das muss aber nicht negativ sein und ist immer vom Hörgeschmack und auch dem zugespielten Genre abhängig. In der Reproduktion der „Toccata con Fuga in D-Moll“ von Johan Sebastian Bach macht sich diese Änderung des Klangspektrums meiner Meinung nach nämlich sogar positiv bezahlt. Die Orgel erhält so eine ordentliche Präsenz und wirkt zugleich weniger unterkühlt.
Freude kommt auch in der Basswiedergabe auf: Durch die dediziert platzierten Bassreflexöffnungen kann die DFR52 nämlich richtig viel Luft bewegen. Das kommt beispielsweise dem tiefen Stimmfundament in Chris Jones‘ „No Sanctuary Here“ so richtig zu Gute. Das „Ommmmm“ im Intro hat ordentlich Volumen und eine sehr breite Abbildung im Raum. Darunter legt die Bassgitarre ein saftiges Fundament, dass es fast schon aus den Lautsprechern tropft. Genial, eine solche Fülle und einen solch sauber konturierten Bass hatte ich nicht erwartet.

Die beiden 130er-Tiefton-Chassis im unteren Gehäuseabteil zeichnen für eine solide Bassbasis verantwortlich.

Solide Basis

Auch beeindruckt mich die wuchtige Darstellung der akustischen Gitarre in „Maria“ von Grandson. Hier rammt der Bass tiefe Pfeiler ins das Frequenzspektrum. So bereitet er der leicht kratzige Stimme von Grandson die perfekte Basis. Hier tragen übrigens auch die Hochtöner ihren Teil zur sauberen Abbildung bei. Die glänzen dann anschließend auch in Stücken wie „I Don’t Care Anymore“ in der Akustik-Version von Hellyeah. Die harten, laut gespielten Stahlseiten verlangen nach Kraft, Dynamik und einer sauberen Verteilung. Kein Problem für die DFR52, die auch hier eine ganz ausgezeichnete Figur abgibt. Überhaupt weiß mir in vielen Stücken die Verteilung der Instrumente im Raum gut zu gefallen. Speziell bei Yello und Künstlern wie Angela Puxi mit ihren synthetischen Klängen, die sehr präzise abgemischt sind, fällt die weiträumige Verteilung im Raum immer wieder positiv auf. Aber auch bei der Reproduktion natürlicher Instrumente, wie beispielsweise in Totos „I Will Remember“, stimmt scheinbar alles.

Der 25 Millimeter messende Hochtöner thront ganz oben in der Schallwand und ist von einem feinmaschigen Metallgitter vor mechanischer Beschädigung geschützt.

Sauber abgestimmt

Das gilt unter anderem für die Positionierung der Instrumente auf der Bühne, sowie für den umfassenden Raumhall, der den Hörer direkt ins Geschehen mitnimmt. Die Stimme von Steve Lukather erhält über die DFR52 wiedergegeben eine wunderbare Klarheit und Wärme und weiß sich vor den Toms des Schlagzeugers im Hintergrund zu behaupten. Gerade die Floor-Tom verlangt den Lautsprechern wieder einen richtig guten Tiefgang und ausreichend Druck ab. Generell hat mich aber hier die Wiedergabe von Stimmen beeindruckt. Zum Beispiel in „These Bones“ von The Fairfield Four. Bereits die ersten Töne von Joe Thompson lassen bei mir Gänsehaut aufkommen. Selbst seine Mitstreiter – die zwar nicht so tiefe, aber dafür seidenweiche Stimmen für ihr Alter haben – werden perfekt in Szene gesetzt. In „All Your Love (Turned To Passion)“ von Sara K. beeindruckt mich aber auch die sauber dargestellte und wunderschön abgemischte Gitarre. Ich höre den geschwungenen Klangkörper förmlich heraus und kann die Flageoletts im Intro genießen. Die Hochtonchassis der DFR52 machen einen wirklich hervorragenden Job. Sie passen sich ausgezeichnet in die Gesamtabstimmung ein und sind mit für die ausgezeichnete Abbildung in der Breite verantwortlich.

In unserem Test musste sich die DFR52 u.a. am Hegel H360 und am Thorens Plattenspieler TD 402 DD beweisen.

Fazit

Mit seinem DFR52 hat Elac einen wunderbar klingenden und zugleich erschwinglichen Standlautsprecher für HiFi-Aufsteiger erschaffen. Gerade gut abgestimmte Aufnahmen mit Akustikinstrumenten gewinnen dank der warmen Abstimmung an Charakter. Stimmen erhalten eine ausgezeichnete Präsenz und auch im Bass wissen die beiden Tieftöner ordentlich zu beeindrucken. Die Verarbeitung und Abstimmung hinterlässt einen ebenso durchdachten und wertigen Eindruck. Und auch optisch gibt es nichts zu beanstanden. Lediglich die grauen Lautsprecherabdeckungen gefallen mir persönlich nicht so gut, aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten. Richtig gut gefällt mir hingegen der schlanke Korpus, der sich wunderbar in nahezu jede moderne Wohnumgebung einfügt. Zusammengefasst ist die DFR52 ein echtes Schmuckstück, das üppig ausgestattet ist, richtig gut klingt und für die gebotene Performance auch noch vergleichsweise günstig zu haben ist.

Test & Text: Dieter Pfeil
Fotos: Philipp Thielen

Gesamtnote: Empfehlung
Klasse: Mittelklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

79

80

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Technische Daten

Modell:Elac
Debut Reference DFR52
Produktkategorie:Standlautsprecher
Preis:599,00 Euro / Stück
Garantie:- 5 Jahre
Ausführungen:- Eiche/Weiß
- Walnuss/Schwarz
Vertrieb:Elac, Kiel
0431/647740
www.elac.de
Abmessungen (HBT):1016 x 185 x 242 mm
Gewicht:16,7 kg / Stück
Hochtöner:25 mm
Mitteltöner:130 mm
Tieftöner:2 x 130 mm
Frequenzbereich:42 Hz -35 kHz (Herstellerangabe)
Trennfrequenz:90/2.200 Hertz
Lieferumfang:- DFR52
- Gewebeabdeckung
- Traversenfüße
- Bedienungsanleitung (mehrsprachig)
Pros und Contras:+ modernes Design
+ magnetisch haftende Gewebeabdeckungen
+ anspruchsvolle Verarbeitung
+ sehr gute Raumdarstellung
+ knackiger Grundton
+ solides Bassfundament

- kein Bi-Wire
Benotung:
Gesamtnote:Empfehlung
Klasse:Mittelklasse
Preis-/Leistungsehr gut

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