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Mark Levinson bringt mit der Nummer 5909 nun einen hochwertigen Kopfhörer auf den Markt. Dabei ist die No 5909 mit Lederbügeln und der bequemen Polsterung angenehm zu tragen. Sie lockt mit einem ausgezeichneten Klang einer umfangreichen Ausstattung und verfügt über die Fähigkeit, ihren Träger sanft von der Außenwelt abzukoppeln.

Design, Anmutung und Verarbeitung des No 5909 befinden sich alle klar auf High End Niveau.

Die Marke Mark Levinson hat sich mit ihren kompromisslosen Produkten schon in den 1970ern einen Ruf unter Kennern erarbeitet. Vor nunmehr 50 Jahren wurde das Unternehmen vom gleichnamigen Entwickler gegründet, der mit seinem JC-1 Phono-Vorverstärker reichlich Beachtung fand. Später weitete er das Betätigungsfeld auf Mono-Endstufen und Vorverstärker aus. Bis heute gelten diese Produkte als Beispiel ihrer Klasse. Mittlerweile arbeitet die Marke unter dem Dach der Harman International Industries zu der auch renommierte Marken wie HARMAN/KARDON oder JBL gehören. In diesem Umfeld kann Mark Levinson natürlich von den Lehren seiner Schwesterunternehmen profitieren und ist so in der Lage, ein wirklich ausgereiftes Produkt auf den Markt zu bringen. Und ich muss bestätigen, der Mark Levinson No 5909 liefert ein überzeugendes Bild mit interessanten Farbtupfern, auf die ich hier noch eingehen werde.

Wuchtiges Paket im Wortsinne

Als der Mark Levinson No 5909 in seinem äußerst hochwertigen Karton vor mir liegt, bin ich erst einmal baff. Auf dem riesigen Schuber (25 x 27 x 17 Zentimeter) prangt nicht umsonst ein Red Dot Award, der ganz sicher nicht nur für die Verpackung verliehen wurde. Silbern eingeprägt befindet sich oben das Mark-Levinson-Logo und auch die Typenbezeichnung in roter Schrift ist deutlich fühlbar. Insgesamt bringt dieses Paket satte 2100 Gramm auf die Waage und beeindruckt damit in vielfältiger Weise. Mit der seitlichen Ausziehhilfe kommt der eigentliche Karton dann zum Vorschein. Liegt das Logo oben, kann an der roten Öffnungslasche der Magnetverschluss geöffnet werden und zum ersten Mal kann ich einen Blick auf den Kopfhörer werfen. Zwei weitere Laschen an seiner Aufbewahrungsschale deuten mir an, dass es noch mehr zu entdecken gibt. Also grabe ich weiter.

Dem Kopfhörer liegt ein umfangreiches Arsenal an Adaptern, Kabeln und Transportzubehör bei.

Travel Case und Kabel in Hülle und Fülle

Zum Vorschein kommt eine Reise- und Transporthülle, die dem hochwertig verarbeiteten Kopfhörer ein sicheres Zuhause bietet. Das griffige Obermaterial sieht ein wenig aus wie gebürstetes Metall und fühlt sich an wie Leder. Die metallene Plakette weist darauf hin, dass sich im Inneren ein Mark Levinson No 5909 wohlfühlen sollte. Die zwei Reißverschlüsse erlauben eine schnelle Öffnung der Schale und schon wieder eine Überraschung im Inneren. Dass die Innenseite mit einem weichen Textil bespannt ist verwundert nicht weiter. Viel beeindruckender ist das stoffummantelte vier Meter lange Anschlusskabel (USB-C auf 3,5 Millimeter Klinke). Das ist aber noch nicht alles. Im Bereich des Bügels befindet sich nicht, wie sonst üblich, einfach nur ein Buckel. Mark Levinson spendiert hier eine Tasche mit weiteren Kabeln und Adaptern zum Beispiel fürs Flugzeug, oder die heimische Stereoanlage allesamt mit vergoldeten Anschlüssen.

Der Tragekomfort

Mit seinen knapp 360 Gramm ist der Mark Levinson No 5909 nicht unbedingt ein Leichtgewicht. Dank seiner hohen Verarbeitungsqualität und der exzellenten Materialien sitzt er aber bequem auf meinem Kopf. Der Bügel ist mit weichem Leder gepolstert und liegt sanft und ohne Druck auf meinem Schädel auf. Dabei bietet er für Menschen mit großem Kopfumfang noch reichlich Luft nach oben. Wer allerdings eine eher kleine Kopfform an den Tag legt, sollte den Hörer vor dem Kauf auf jeden Fall einmal anprobieren. Der seitliche Druck ist spürbar, bewegt sich aber noch im angenehmen Rahmen. Ein großer Vorteil sind die ohrumschließenden Muscheln, die ebenfalls mit einer weichen Lederpolsterung versehen sind. Die Kapseln sind zwar geschlossen, dennoch gelangt ausreichend Luft an die Haut, sodass ich auch bei längeren Hörsessions keine heißen Ohren bekam. Die Fertigung ist robust und präzise. Selbst bei heftigen Kopfbewegungen knarzt und knirscht es hier kein bisschen.

Dank fester Drehgelenke und toller Materialqualität bietet der Over-Ear tollen Tragekomfort.

Die Ausstattung

Wie ich oben schon beschrieb, liegen dem Kopfhörer zahlreiche Kabel und Adapter bei. Darunter auch ein Kabel mit zwei USB-C-Anschlüssen, sodass ich den Mark Levinson No 5909 direkt mit dem Smartphone verbinden kann. Außerdem liegen noch ein kürzeres Kabel mit USB-C und 3,5 Millimeter Klinkenanschluss, ein Adapter von USB-C auf USB-A und ein Adapter von 3,5 Millimeter Klinke auf 6,3 Millimeter bei. All das findet bequem im Travel Case seinen Platz. Der Rahmen und der Bügel sind aus Aluminium gefertigt. Die Ohrmuscheln lassen sich nach vorn drehen und die dafür erforderlichen robusten Gelenke machen den Eindruck, dass ich keine besondere Vorsicht dabei walten lassen muss. An der rechten Kapsel befinden sich ein Multifunktionsknopf und die beiden Lautstärke-Taster. Eine Batterie-LED gibt einen groben Aufschluss über den Ladestand und hier befindet sich auch der USB-C-Anschluss zum Aufladen oder der Kabelverbindung mit dem Zuspieler.

Funktionalität

Die rechte Ohrmuschel beherbergt den Power-Taster, mit dem auch das Bluetooth-Pairing ausgelöst werden kann. Darüber liegt der ANC-Modus-Taster, der zwischen den verschiedenen Modi (Geräuschunterdrückung, Umgebungswahrnehmung, aus) umschalten kann. Eine weitere LED zeigt den Kopplungsstatus mit dem Bluetooth-Zuspielgerät an. Dabei beherrscht der Mark Levinson No 5909 Bluetooth 5.1 mit den Standards LDAC, AAC und aptX und sorgt somit für Musikgenuss auf höchstem Niveau. Der integrierte Akku soll für 34 Stunden permanente Beschallung genügen, was ich durchaus bestätigen kann. Mit aktiver Geräuschunterdrückung (ANC) werden noch 30 Stunden erreicht. Darüber hinaus ist auch ein Mikrofonarray in den Kopfhörer integriert, das nicht im ANC Anwendung findet. Hierüber können auch Telefongespräche geführt oder Meetings am PC mit oder ohne Kabelverbindung absolviert werden. Hierbei filtert der Kopfhörer auch Windgeräusche aus dem Mikrofonsignal heraus. Wer nun aber draußen mit dem Kopfhörer spazieren geht, sollte bedenken, dass No 5909 nicht wassergeschützt ist.

Mit den verschiednen Tasten an den Ohrmuscheln lassen sich Lautstärke, ANC und Pairing auch beim Tragen des No 5909 gut bedienen.

Wie klingt er denn nun?

Tja, was soll ich sagen. Eigentlich völlig unaufgeregt und das meine ich absolut im positiven Sinne. Der Mark Levinson No 5909 begeistert mich mit seiner standfesten und umfangreichen klanglichen Performance. Hier zeigt sich die Expertise aus dem Hause HARMAN, die an den 40 mm-Treibern mit Berillium-Finish mitgewirkt haben. Das Piano in „Big Legged Woman“ von Freddie King breitet sich angenehm und wohl abgestimmt im Raum aus. Die sanft gespielten Hi-Hats und die knackige Snare des Schlagzeugers fügen sich perfekt in das harmonische Spektrum ein. Rechts sortiert sich das lebendige Ride-Becken zur E-Gitarre ein. Gerade das Intro zu diesem Stück, bei dem das Piano in den ersten acht Takten mit der Gitarre eine perfekte Klangsymbiose bildet, weiß der No 5909 überzeugend darzustellen. Aber auch in eher technischen Klängen kann der Kopfhörer seine Stärken gekonnt und präzise ausspielen.

Mark Levinson No 5909 – Eine echte Klangwucht

Wer schon einen Test von mir gelesen hat, weiß, dass „Kiss The Cloud“ von Yello und Fifi Rong zu meinen Favoriten zählt und man sollte immer auch mit Songs testen, die man gut kennt. Besonders gut gefällt mir die „neutrale“ Abstimmung der Treiber. Boris Blank nimmt es bei seinen Mischungen ja immer sehr genau und der Mark Levinson No 5909 weiß, wie man die erforderlichen Details präsentiert, ohne sie zu weit in den Vordergrund zu schieben. So sind die Höhen glasklar und scharf gezeichnet ohne Fifi Rong in den Hintergrund zu drücken. Ihre Stimme überzeugt mit einer wundervollen Präsenz und Reinheit, die alle Facetten zum Vorschein bringt. Aber natürlich darf auch der Bass nicht zu kurz kommen. Für mich ist die Mischung perfekt. Der Bass wird exakt und knackig reproduziert und erreicht eine wohlige Fülle.

Die lederbezogenen Ohrpolster an den Muscheln lassen sich zur besseren Reinigung abnehmen, oder komplett austauschen.

Active Noise Cancelling…

Besonders hat mich aber nicht nur der Klang der Musik beeindruckt, sondern auch der (fast) fehlende Klang der Umwelt. Ich habe ja schon ein paar Kopfhörer ausprobiert, die aktive Geräuschunterdrückung liefern, aber noch nie ist es einem Modell gelungen, mich so zu beeindrucken. Ich achte in meinem Umfeld schon auf relativ leise Gerätschaften, damit ich ungestört arbeiten kann. Während ich diesen Artikel schreibe habe ich natürlich auch recht leise Musik und den Mark Levinson No 5909 auf den Ohren. Noch nie ist es allerdings vorgekommen, dass ich den Kopfhörer absetze, um mir einen Kaffee zu holen und erstaunt bin, wie laut mein Büro tatsächlich ist. Natürlich kann No 5909 nicht alle Geräusche eliminieren und auch er hat ein minimales Grundrauschen. Dies ist allerdings deutlich leiser als mein wirklich wahnsinnig leiser PC, den ich im Alltag so gut wie gar nicht wahrnehme.

…auf hohem Niveau

Wenn ich den Mark Levinson No 5909 ohne Musik nur mit ANC betreibe, wird es unglaublich leise um mich herum. Wenn meine Frau mich anspricht, kann ich sie gerade noch verstehen. Allgemeine Geräusche, wie Musik in Zimmerlautstärke aus meinen Lautsprechern verschwinden vollständig. Eher rauschende Geräusche, wie unser Staubsaugroboter oder die Dunstabzugshaube dringen zwar nach wie vor durch die Elektronik, werden aber stark gedämpft. Drehe ich die Musiklautstärke dann auf ein gemütliches, sanftes Geräuschniveau werden aber alle Nebengeräusche maskiert. Ein Klingeln an der Tür oder das Klappern meiner sehr lauten Klick-Tastatur nehme ich nicht mehr wahr. Mithilfe der App kann ich die Empfindlichkeit des ANC weiter regulieren. Möchte ich mehr von der Umwelt mitbekommen, kann ich die Funktion auch umkehren, sodass Geräusche gezielt in die Ohrmuscheln übertragen werden. Ich würde allein aus Höflichkeit dennoch empfehlen, den Kopfhörer beim Gespräch mit dem Kollegen einfach abzusetzen.

Die 360 Gramm Gewicht des Kopfhörers werden vom gepolsterten Kopfbügel gut verteilt. So sind auch längere Hörsessions kein Problem.

Noch mehr klangverändernde Maßnahmen gefällig?

Der Mark Levinson No 5909 verfügt auch über eine App, mit der Einstellungen am Kopfhörer vorgenommen werden können. Auf der Startseite wird zunächst der präzise Akkustand angegeben. Mein Android-Telefon zeigt hingegen nur 10 %-Schritte an. Darüber hinaus wird hier auch die Software des Kopfhörers aktualisiert. Im Bereich der Einstellungen, kann das ANC umgeschaltet werden. Dabei stehen hier zusätzlich zu den Bedienknöpfen am Kopfhörer noch weitere Einstellungen zur Verfügung. Hier kann ich zwischen ANC High, Adaptive und Low umschalten. Auch die Bassanhebung oder -absenkung lässt sich hier steuern. Ich war mit neutral sehr zufrieden, mancher Hörer wünscht sich aber stärkere Akzente im Bass und kann hier im Bereich zwischen 20 und 100 Hertz eine Anhebung um 6 dB oder eine Absenkung um 3 dB einstellen. Eine automatische Abschaltfunktion, die den Kopfhörer in Standby schickt, wenn keine Musik abgespielt wird, steht auch zur Verfügung.

Fazit

Mark Levinson präsentiert mit No 5909 einen ausgereiften Kopfhörer, mit exzellentem Komfort und ausgezeichnetem ANC. Die Verarbeitungsqualität ist überragend und die Stabilität auf sehr hohem Niveau. Das Gewicht liegt gleichmäßig verteilt auf dem Kopf und nach kurzer Zeit vergisst man, dass man einen Kopfhörer trägt. Klanglich sollte der Kopfhörer jeden Hörer bestens bedienen können. Die knackscharfen Höhen und die präzise Basswiedergabe machen in jedem Genre richtig Spaß und die Detailauflösung im Gesangsbereich steht dem in nichts nach. Wer mehr Wumms haben möchte, kann in der App für iOS und Android nachregeln. Mit über 30 Stunden Musikwiedergabe werden auch längere Zugfahrten nicht durch einen zu knapp bemessenen Akku unterbrochen, da macht vorher das Smartphone schlapp. Soll einfach nur die Umwelt bei leiser Musikberieselung ausgeblendet werden, leistet der Mark Levinson No 5909 perfekte Arbeit. Für den Preis bekommt man hier ein wirklich ausgefeiltes Stück Technik, das für Begeisterung sorgt.

Test & Text: Dieter Pfeil
Fotos: Philipp Thielen

Gesamtnote: 100/100
Klasse: Referenzklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

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Technische Daten

Modell:Mark Levinson No 5909
Produktkategorie:Bluetooth-Kopfhörer mit ANC
Preis:999 Euro
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:- Pearl Black
- Ice Pewter
- Radiant Red
Vertrieb:Harman Luxury Audio Group
www.marklevinson.com
Prinzip:aktiv, geschlossen, over-ear
Gewicht:360 Gramm
Anschlüsse:1 x USB-C
- Bluetooth (AAC, LDAC, aptX)
Frequenzgang:10 Hz – 40 kHz (Herstellerangabe)
Treiber:2 x 40 mm Breitband
Akku-Kapazität/ -Laufzeit:740 mAh/ max. 34 Stunden
Ladezeit:100 Minuten (15 Minuten für 6 Stunden Betrieb)
Lieferumfang:1 x No 5909
1 x Kabel USB-C/ 3,5 mm, 4 Meter
1 x Kabel USB-C/ 3,5 mm, 1,25 Meter
1 x Kabel USB-C
1 x Adapter 3,5 mm/ 6,3 mm
1 x Adapter USB-C/ USB-A
1 x Travel Case
1 x Flugzeugadapter
1 x Mikrofasertuch
1 x Schnellstartanleitung
Pro & Contra:+ sehr robuste Aluminiumausführung
+ zahlreiche Adapter
+ extrem lange Spieldauer
+ schnelle Aufladung
+ wechselbare Lederpolster

- nur wenige Optionen in App
Benotung:
Klang (60%):100/100
Praxis (20%):99/100
Ausstattung (20%):100/100
Gesamtnote:100/100
Preis-/Leistungsehr gut

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