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Endlich mal ein Universallautsprecher, der dieser Bezeichnung auch gerecht wird. Einer, der flexibel in der Aufstellung ist und ganz nebenbei noch mit akustischen Vorzügen daherkommt: Die Nubert nuBoxx B-50. Die gibt es übrigens für einen wirklich fairen Preis von 298 Euro pro Stück. Klingt nach guten Voraussetzungen für einen anspruchsvollen Einstieg in die HiFi-Welt.

Nubert deklariert seine nuBoxx B-50 als Universallautsprecher, der sowohl aufrecht stehend, wie auch liegend betrieben werden kann.

Dieser Einstieg in die High-Fidelity-Welt der schönen Akustik ist mitunter kein leichter. Wer es geschafft hat, sich für ein erstes Abspielgerät zu entscheiden, steht anschließend vor einem scheinbar endlosen Gebirge aus Lautsprechern für verschiedenste Anwendungen, Räume und Budgets. Doch die Lösung liegt in Reichweite: Aus dem beschaulichen Schwäbisch-Gmünd stammt dieser echte Allrounder von Nubert. Die Marke genießt unter Kennern einen ausgezeichneten Ruf für ihre vielfältigen Produkte. Die brandneue nuBoxx-Serie stellt dabei Lösungen für anspruchsvolle Einsteiger dar. Geboten werden solide Qualität, ein Sound, der zu begeistern weiß und natürlich ein beeindruckendes Preis-Leistungsverhältnis. Nubert bringt trotz der niedrigen Preislage jede Menge Know-how ein. Aus eben jener Reihe tritt der Universal-Lautsprecher nuBoxx B-50 zum Test an. Ein Zwei-Wege-Schallwandler, der vielfältige Einsatzmöglichkeiten und durchdachte Upgrade-Kompatibilität verspricht. Schauen wir also mal, was genau dahintersteckt und wie das Ganze klingt.

Die nuBoxx B-50 eignet sich ideal für den Einsatz in kleinen Wohnräumen.

Aller Anfang ist schwer

Es gab mal eine Zeit, da war ich in akustischen Dingen gar nicht mal so gut aufgestellt. Nach der Ausbildung bin ich nur mit dem nötigsten in eine andere Stadt gezogen. Im Gepäck lediglich eine kleine Stereo-Box mit sechs Watt fürs WG-Zimmer. Die Stereo-Anlage mit den alten, vertrauten Boxen verbleibt bei den Eltern. Irgendwann ist man dann so weit angekommen, dass man sich denkt: Zeit für eine neue Anlage. Erstmal Stereo. Irgendwann dann ein 2.1- oder sogar ein Surround-Setup. Und wäre es da nicht großartig, wenn man ab der ersten Stunde ein System hätte, das man erweitern kann? Keine ausgemusterten Lautsprecher, die dann ein trauriges Dasein im Keller fristen oder auf Kleinanzeigen-Portalen verschleudert werden müssen. Einen Gedankengang in dieser Richtung hatte man wohl auch bei Nubert. Immer wieder beschließt man hier Systeme zu entwickeln, bei denen universelle Anwendung und Erweiterbarkeit im Fokus stehen.

Die hochwertigen Schraubklemmen der B-50 sitzen in einer leichten Vertiefung auf der Gehäuserückseite. So finden die nötigen Lautsprecherkabel einen möglichst unauffälligen Anschluss.

Universalist mit klarer Linie

Optisch gibt sich die Nubert nuBoxx B-50 modern-minimalistisch. Klare Kantenführung und ein mattes Finish. Gefertigt ist der Lautsprecher aus MDF-Platten. Die mitteldichte Holzfaserplatte hat sich als akustischer Werkstoff millionenfach bewährt. Beim Frontgitter fiel die Entscheidung auf eine abnehmbare Variante mit meliertem Stoffbezug. Diese wird magnetisch befestigt und sitzt perfekt. Ohne die Abdeckung blickt man auf eine Front in dunklem Grau auf der die Chassis angeordnet sind. Die Variante ohne Abdeckung durfte vor allem Freunden nüchterner, klarer Optik Freude bereiten. Wer es etwas traditioneller und wohnlicher mag, lässt die Stoffgitter eben drauf. Die Aufstellung der B-50 ist liegend oder stehend möglich. Bei der vertikalen Variante ist durch die gerade mal vierzehn Zentimeter Breite eine sehr Platzsparende Unterbringung möglich. Ein bisschen Platz nach hinten sollte aufgrund der rückseitig angebrachten Bassreflexöffnung aber gegeben sein. Die Terminals sind Nubert-typisch hochwertig und können via Kabelklemme oder Bananenstecker angesteuert werden.

Bi-Color: Egal, ob man sich für die weiße oder schwarze Variante der B-50 entscheidet, die Schallwand kommt immer in einem anderen Farbton. Die bei uns zum Test angetretene weiße B-50 ist mit einer eisgrauen Schallwand ausgestattet.

D’Appolitos neue Ordnung

Eine Besonderheit traditioneller Zwei-Wege-Lautsprecher ist, dass sich Schallwellen von Hoch- und Tieftönern in unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Winkeln ausbreiten. Je nach Trennfrequenz entstehen zwei unterschiedliche „Klangkeulen“ mit begrenzter Überschneidung. Das führt dazu, dass man nur einen relativ kleinen Sweet-Spot hat. Und je nachdem, wo man sich im Raum befindet, variiert der Sound dann noch weiter. Der US-amerikanische Physiker Joseph D’Appolito suchte nach einer Lösung für das Problem. Eine, die ohne seltsam abgestufte Lautsprecher oder abenteuerliche Verkabelung im Inneren des Lautsprechers auskommt. Die Lösung: Über und unter dem Hochtöner werden die Woofer beziehungsweise Mittel/Tieftöner in exakt bemessenem, gleichen Abstand eingebracht. Diese geben jeweils das gleiche Signal wieder. Durch die entstehenden Phasenauslöschungen werden Reflexionen an Decke und Boden minimiert. Im Ergebnis erhalten wir bei vertikaler Ausrichtung des Speakers einen viel breiteren Abstrahlwinkel. Deswegen finden sich im Kino auch hauptsächlich Lautsprecher mit D’Appolito-Anordnung.

Die dynamischen Lautsprecher der nuBoxx B-50 sind in echter D’Appolito-Anordnung platziert.

Auf schmalem Fuß zu großem Sound

Um also von den Vorteilen des Systems zu profitieren, wähle ich für den ersten Testlauf die aufrechte Position. Die breite Abstrahlung sorgt für die avisierte gleichmäßige Verteilung des Klangs im Zimmer. So lassen sich beide Lautsprecher auch relativ weit auseinander und ohne millimetergenaue Ausrichtung auf einen bestimmten Hörplatz aufstellen. Was die Beschaffenheit des Untergrunds angeht, sind die B-50 ebenfalls sehr flexibel. Denn obwohl die Tief/Mitteltöner ordentlich Dampf drauf haben, bleibt das Gehäuse überraschend vibrationsarm. Man ist bei Nubert zurecht stolz auf die Gehäuse-Konstruktionen und verweist darauf, dass die Behausungen der Schallwandler nicht dazu neigen, ein merkliches Eigenleben zu entwickeln. Die mitgelieferten Gummifüßchen fangen auch das letzte bisschen Vibration ab und sorgen für einen festen Stand. Wie sie da so schmal stehen, sehen sie auf jeden Fall richtig schick und angenehm unauffällig aus. Optisch fast schon Understatement. Akustisch aber definitiv nicht.

Mehr Bass drin als man denkt

Auf der Website des Herstellers wird empfohlen einem Paar B-50 einen Subwoofer zur Seite zu stellen. Das würde ich jetzt gar nicht mal so vorbehaltlos bestätigen. Die beiden Mittel-/Tieftöner mit immerhin je 123 Millimetern Durchmesser erzeugen einen amtlichen Druck. Bei höheren Lautstärken wird das Wohnzimmer damit locker zum Beben gebracht – einen entsprechenden Receiver vorausgesetzt. Auf der einen Seite ist es beeindruckend, welch fülligen Bass der Woofer ins Zimmer zaubert. Auf der anderen Seite fehlt den nuBoxx B-50 dann doch das letzte Quäntchen Tiefe und vor allem die Möglichkeit den Bass auch spürbar zu machen. Also auch die Luft im Raum in angenehme Schwingung zu versetzen. Eigenschaften, die baubedingt vor allem Subwoofern vorbehalten bleiben. Kurz gesagt: Die nuBoxxen machen bereits ohne Tiefenunterstützung eine gute Figur. Mit Subwoofer-Ergänzung machen sie dann aber eine ganze Ecke mehr Druck und dürften nur wenig Wünsche offen lassen.

Die nuBoxx B-50 eignet sich ideal für die AUfstellung auf dem Sideboard. Alternativ kann sie aber auch selbstverständlich auf Stative gestellt werden. Die passenden aus dem hause Nubert sind optional zu erwerben.

Die größte Show

Für die erste Runde Hörtest (ohne Subwoofer) wähle ich den Soundtrack zum Musical-Film „The Greatest Showman“. Die Songs sind aufwändig arrangiert und modern ausgespielt. Mit vielen Höhen und am absoluten Lautstärke-Limit gemastert, damit sie auf Systemen aller Größen gut klingen. Aber nur bei Lautsprechern mit ordentlicher Auflösung und Impulstreue kommt die komplette Raffinesse der Songs so richtig zur Geltung. Stücke wie „Rewrite The Stars“ oder „A Million Dreams“ holen viel vom Drive aus kleinen Details. Hier ein kleines Synth-Arpeggios, dort ein sich ständig änderndes Drum-Arrangement. Die Möglichkeit diese wahr zu nehmen, lässt die Songs so groß aufspielen wie im Kino. Der Gesang erklingt musicaltypisch mittig, warm und präsent. Die Nuberts bieten einen sehr ausgeglichenen Sound, der keinen Bereich überbetont oder eigenständig färbt. Dadurch klingt die Musik vielleicht einen Tick weniger spektakulär als auf manch anderem System, kann dafür aber in allen Facetten wahrgenommen und genossen werden.

Wer die Chassis-Technik nicht sehen möchte, setzt einfach die magnetisch gehaltene Frontblende auf.

Ganz intimer Sound

Als nächstes will ich wissen, wie sich die nuBoxx B-50 bei ruhiger Musik macht. Dazu wandert Damien Rice in die Anlage. Und hier geht wahrlich die Sonne auf. „Trusty And True“ ist ein Song, der viel von dem vereint, was die Musik von Damien ausmacht. Die sehr nah abgenommenen Gitarren und der oft gehauchte Gesang lassen die Musik auf Schallwandlern mit einem Neigung zu vielen Höhen schnell anstrengend klingen. Die nuBoxx B-50 scheinen aber wie für diese Musik gemacht. Durch den sehr linearen Sound wird ein sehr warmer Eindruck erzeugt. Ich habe das Gefühl, in den Höhen wird vergleichsweise früh abgerollt. Das kommt der Musik sehr entgegen. Die Tiefe der Klangbühne ist beeindruckend. Die Auflösung weiß ebenfalls zu imponieren und ich kann mich beim Hören in all den einzelnen Facetten des wachsenden Arrangements verlieren. Die achteinhalb Minuten, die das Stück dauert, vergehen wie im Flug.

Die Verarbeitung dieses Regallautsprechers kann sich absolut sehen lassen.

Nubert nuBoxx B-50 – Bereit für Hollywood?

Nun will ich mal sehen, wie sich meine Testprobanden im Stereo-Setup bei der Filmton-Wiedergabe schlagen. Nubert-Schallwandlern sagt man schließlich nach, dass sie unter bombastischen Film-Sounds erst so richtig zeigen, was sie drauf haben. Also platziere ich die guten Stücke links und rechts vom Fernseher und lade James Gunns „The Suicide Squad“ im Stream. Es knallt schon in der Eröffnungsszene gewaltig und ähnlich wie die namensgebenden Antihelden macht auch das nuBoxx-Duo keine halben Sachen. Jede Explosion, jeder Schuss klingt schön knackig und direkt. Jedes gesprochene – oder geschriene – Wort ist gut zu verstehen. Selbst kleinste Nuancen – Stichwort Rattenfüßchen – sind klar zu verorten. Ich kann fast nicht glauben, dass ich es „nur“ mit Stereo zu tun habe, so breit klingt das Ganze. Ich bin schon auf den Tag gespannt, wenn ich diese Lautsprecher als Teil eines größeren Setups hören kann.

Fazit

Nubert hat mit der nuBoxx B-50 einen wirklich fantastischen Lautsprecher für Einsteiger im Angebot. Der besondere Reiz liegt zum in der D’Appolito-Anordnung der Chassis. Durch die breite Abstrahlung können kleine wie mittlere Räume sehr gut beschallt werden. Partytauglichkeit kann man diesem der hübschen B-50 ebenfalls bescheinigen. Pluspunkt Nummer zwei ist das sehr breite Frequenzspektrum, das einen Subwoofer für den Einstieg verzichtbar macht. Diese Lautsprecher sind zudem sehr musikalisch und vor allem für akustische Musik wie Folk oder Jazz, Rock und Klassik eine hervorragende Wahl. Das dritte Kaufargument stellt für mich der knackige Sound in der TV- und Filmton-Wiedergabe dar. Wer sich eine Surround-Anlage zusammenstellt findet mit der B-50 ganz nebenbei auch noch die passenden Satelliten und/oder Center-Speaker. Mit 298,00 Euro je Speaker ist der Preis absolut fair und angemessen. Aus meiner Sicht ist die nuBoxx B-50 also eine ganz klare Empfehlung!

Test & Text: Dominik Schirach
Fotos: www.lite-magazin.de

Gesamtnote: Highlight
Klasse: Mittelklasse
Preis-/Leistung: hervorragend

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Technische Daten

Modell:Nubert
nuBoxx B-50
Gerätekategorie:Universal-/Regallautsprecher
Preis:298,00 Euro / Stück
Garantie:5 Jahre
Ausführungen:- Schwarz, matt (graphitfarbene Frontblende mit Stoffgitter)
- Weiß, matt (eisgraue Frontblende mit Stoffgitter)
Vertrieb:Nubert, Schwäbisch Gmünd
Tel.: 07171 / 92690-0
www.nubert.de
Abmessungen (HBT):140 x 380 x 240/266 (ohne, bzw. mit Frontabdeckung)
Gewicht:7,1 kg
Prinzip:Passiv, Zwei-Wege, Bassreflex
Hochtöner:26 mm
Tief-/Mitteltöner:2 x 123 mm
Frequenzgang:60 – 24.000 Hz (Herstellerangabe)
Nennbelastbarkeit:170 Watt
Lieferumfang:- nuBoxx B-50
- Frontabdeckung
- Lautsprecherkabel (4m)
- 4x Elastikpuffer-Füße (Bumpons), 7,9 x 16 mm
- Bedienungsanleitung
Pros und Contras:+ vielseitige Einsatzmöglichkeiten
im Stereo-Setup, als Center-Speaker oder Surround-Satelliten
+ zeitlos-modernes Design
+ Tolles Preis-Leistungsverhältnis
+ Kompakte Abmessungen
+ Direkter und ehrlicher Klang
+ sehr gute Verarbeitung
+ umfangreiches Zubehör
Benotung:
Gesamtnote:Highlight
Klasse:Mittelklasse
Preis-/Leistunghervorragend

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