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Der Pure Highway 600 mit DAB+-Empfänger, Freisprecheinrichtung und Bluetooth ist in Windeseile eingebaut und erweitert das vorhandene Radio um coole und nützliche Funktionen. Mit der passenden App hört er sogar aufs Wort und spielt die Lieblingsplaylist von Spotify ab. Titel aus dem Radio können erkannt und in die Spotify-Playlist eingepflegt werden. Dazu kann die drahtlose Bedieneinheit beliebig positioniert werden.

Kompakt, übersichtlich und voll mit zusätzlichen Funktionen: Das Pure Highway 600.

Mein Fahrzeug ist zwar ein ziemlich modernes Auto, dennoch ist in der gehobenen Ausstattung mit Navi und Freisprecheinrichtung ein DAB+-Empfänger nicht enthalten. Meine Frau klagt häufiger darüber, dass die Bluetooth-Verbindung nicht ordentlich funktioniert. Also was liegt näher, als den Pure Highway 600 genau dort auszuprobieren? Im Paket befindet sich eine Antenne für den DAB+ Empfang, ein abgesetztes Mikrofon für die Freisprecheinrichtung und ein Bedienelement. Das alles besteht zwar aus Kunststoff, hinterlässt aber einen robusten Eindruck. Pure hat in die Antenne einen DAB-Empfänger, eine Freisprecheinrichtung mit Bluetooth-Empfänger und einen Line-Out sowie einen UKW-Übertrager verbaut. Somit können digitale Radiosender empfangen, Telefongespräche geführt und Musik via Spotify oder über andere beliebige Apps vom Telefon gehört werden. Die Bedieneinheit ist sehr logisch aufgebaut und kann direkt auf dem Armaturenbrett oder an einer beliebigen anderen Stelle platziert werden. Sie hält per Funk Kontakt zur Antenne und benötigt keinerlei Kabelverbindung.

Der Lieferumfang des Highway 600 ist so vorbereitet, dass es nach dem Auspacken gleich losgehen kann.

Anbringung

Der Einbau des Highway 600 stellt mich nicht vor Rätsel. Pure empfiehlt die Antenne auf der Beifahrerseite möglichst weit oben anzubringen. In meinem Auto gelang das ohne Probleme. Wie in der Anleitung beschrieben, heben ich den Himmel oberhalb der Windschutzscheibe leicht an, um den magnetisch haftenden Teil der Antenne zu befestigen. Das kann ich auch nur empfehlen. Ich bin Anfangs ohne Anbringen des Magneten herumgefahren. Nach diesem Schritt konnte ich den Empfang der Antenne aber merklich verbessern. Selbige wird anschließend einfach mit den selbstklebenden Pads an der Scheibe befestigt. Die Kabel können an der Verkleidung der A-Säule nach unten geführt und angeschlossen werden. Die Länge der Verkabelung ist mit drei Metern ausreichend auch lang bemessen. Anschließend kann das Mikrofonkabel zur Sonnenblende des Fahrers verlegt werden. Wichtig: Der Mikrofonstecker muss hierbei fest in die Buchse gedrückt werden, bis er bündig mit dem Gehäuse abschließt, sonst ist die Box taub.

Die Folien-Antenne wird einfach von innen auf die Scheibe geklebt.

Das Mikro lässt sich zum Beispiel einfach hinter dem Innenspiegel montieren.

Strom und Feinjustage

Hier stehen 1,20 Meter Kabellänge zur Verfügung. Auch das ist locker ausreichend. Damit ist der aufwändige Teil der Hardwareinstallation auch schon abgeschlossen. Strom nimmt die Antenne über eine USB-Buchse auf. Sollte diese nicht vorhanden sein, so liegt auch ein Adapter für den Zigarettenanzünder bei. Ideal ist es natürlich, wenn der USB-Anschluss neben der Klinkenbuchse liegt. Sollte kein Klinkenanschluss vorhanden sein so kann man sich auch mit dem UKW-Übertrager behelfen. Dazu habe ich einen freien Bereich im UKW-Band gesucht, was mittlerweile schon gar nicht mehr so leicht ist. So kann ich auch per UKW zuspielen lassen. Zum Abschluss fehlt nur noch die Bedieneinheit. Sie wird mit zwei AAA-Batterien betrieben und benötigt keine Stromzuführung. Hierdurch kann sie an einer beliebigen Stelle im Auto installiert werden. Der entsprechende Fuß verfügt über ein großflächiges Klebepad für sicheren Halt.

Das Bedienelement ist vollkommen kabellos und wird von Batterien mit Strom gespeist.

Die Einrichtung

Ist der Highway 600 per Line-In mit dem Fahrzeug verbunden, kann er direkt los spielen. Zuvor wird im Auslieferungszustand noch die Sprache eingestellt. Dann sucht das Gerät wenige Sekunden nach seiner Antenne und scannt alle erreichbaren Sender. Ich wohne im Bergischen Land in einer Senke, dennoch hat der Highway 600 auf Anhieb 26 Sender gefunden. Kaum ist die Suche abgeschlossen, wird mir schon „1Live“ auf dem Display angeboten. Für die erste Hörprobe stelle ich das Bordradio auf den AUX-Eingang (Line-In) und schon dudelt „Disturbia“ von Rihanna auf mich ein. Na, das ging ja einfach. Der Controller verfügt über ein Dreh-/Druckrad, mit dem der Sender verstellt werden kann. Einmal drehen und schon steht „Energy“ im Display. Mit einem Druck bestätige ich den Senderwechsel. Etwa eine Sekunde später ertönt schon das Energy-Djingle aus den Lautsprechern.

Alle EInstellungen können bequem über das Bedienteil vorgenommen werden.

Viele Möglichkeiten, hoher Komfort

Radio geht, was geht noch? In den Einstellungen kann das Smartphone per Bluetooth Kontakt mit dem Highway 600 aufnehmen. Dabei finde ich tatsächlich zwei Pure-Geräte. Auf das „Pure Go“ gehe ich später ein. Die richtige Wahl ist hier „Highway“. Nun kann ich Musik aus allen möglichen Quellen von meinem Smartphone auf den Highway streamen. Dazu gehören zum Beispiel Tidal, Spotify, Deezer und alle weiteren Musikdienste, die man über diesen Weg empfangen kann. Selbstverständlich gilt das auch für die auf meinem Smartphone abgelegte Musik. Die Ausgabe erfolgt anschließend natürlich aus den Autolautsprechern, sofern ich vorher im Menü auf BT-Audio umgestellt habe. Wird der Zugriff auf das Telefonbuch erlaubt, kann über die Bedienknöpfe auch die Freisprecheinrichtung verwendet werden. Für die grundlegenden Funktionen muss also nichts auf dem Smartphone installiert werden.

Spotify-Playlist lassen sich über das Highway 600 wiedergeben, ohne dass das Smartphone verwendet werden muss.

Pure Go-App

Zu smarten Geräten gehören heute Apps. Der Highway 600 bringt eine eigene, explizite Bluetooth-App namens „Pure Go“ mit. Sie bietet über die Pure-Bedieneinheit direkten Zugriff auf Spotify. Auf Knopfdruck lassen sich hier auch Musikstücke erkennen und direkt in die Spotify-Playlist einfügen. Updates werden über diese App ebenfalls gefahren. Ich habe den Highway 600 direkt am PC aktualisiert. Die Software wird direkt von Pure heruntergeladen. Der Installer ist erfreulicherweise selbsterklärend. Ich hoffe, das Pure den Webauftritt aber noch etwas überarbeitet. Die Anleitung für das Update ist hier leider nicht zu erreichen. Für Updates muss die Antenne noch mit dem PC verbunden werden. Das klingt zunächst umständlich. Zum Glück ist der USB-Anschluss aber jederzeit erreichbar. Es genügt also, das Update auf einen Laptop herunterzuladen. Anschließend kann es im Auto auf die Antenne aufgespielt werden. Online muss man dafür nicht sein und auch eine Demontage ist erfreulicherweise nicht notwendig.

Wird das Bedienteil nicht benötigt, lässt es sich einfach um platzsparend verstauen.

Pure Highway 600 unterwegs

Nach Installation, Einrichtung und Update geht es dann endlich in den Hörtest. Heute Abend steht Solingen auf dem Programm. Das bedeutet, dass ich durch tiefe Senken und über höhere Hügel muss. Erfreulich ist, dass der Empfang in dieser Gegend ausgezeichnet ist. Selbst in den tiefen Kluften Wuppertals und Solingens reißt der digitale Empfang nicht ab. Einzig in einem längeren Tunnel wird es plötzlich ruhig. Und ich meine ruhig, denn als der Empfang abbricht, ist hier schlichtweg nichts mehr zu hören. Ganz im Gegensatz zum klassischen FM-Empfang, der in diesem Fall einfach wild vor sich hinrauschen würde. Ich empfinde die Stille jetzt aber als sehr angenehm. Es ist schön, ohne nerviges Rauschen durch den Tunnel zu sausen. Der Sound über den Aux-In ist ebenso klar, dynamisch und spritzig und dem normalen UKW-Empfang überlegen. Dank der digitalen Übertragung gibt es kein Rauschen, wenn ich zwischen Häuserfronten umherfahre.

Ist das Highway 600 mit dem Autoradio verbunden, gibt es sich dort auch als Quelle zu erkennen.

Vorteil DAB+

Zum Vergleich schalte ich auf die UKW-Übertragung des Highway 600 um. Hierbei verliert der Klang sofort leicht Dynamik und Brillanz, was in technischer Hinsicht nicht verwundert. Der normale UKW-Sender muss sich eben in ein „engeres Korsett“ zwängen lassen. Klanglich ist der Empfang aber nicht schlechter als über die meisten Autoradios. Technisch gesehen ist der DAB+-Codec in etwa mit einem MP3 in 160 Kilobit pro Sekunde vergleichbar. Der große Vorteil von DAB+ liegt gerade bei längeren Fahrten im Komfort. Einige Sender werden auf DAB+ bundesweit ausgestrahlt, die öffentlich-rechtlichen Sender zumindest landesweit. Und DAB+ empfängt weiter, ohne dass man nach einer empfangsstärkeren Alternative suchen muss. Das herkömmliche UKW-Signal beginnt dagegen irgendwann zu rauschen. Wenn das Radio nicht schon sehr alt ist, sucht es den gleichen Sender auf einer anderen Frequenz. Wird es nicht selbstständig fündig, muss der Hörer eingreifen. Das ist bei DAB+ nicht der Fall.

Der empfangene DAB-Sernder kann ebenfalls am Display des Autoradios abgelesen werden.

Was geht noch?

Hat das fest installierte Bordradio kein Bluetooth, zeigt sich der Pure Highway 600 auch hier als gute Ergänzung. Irgendwann habe ich die Nachrichten schon fünf Mal gehört und ziehe es vor, etwas Musik vom Handy zu streamen. Dank Bluetooth ist das schnell erledigt. Ein Druck auf die Home-Taste ermöglicht den Wechsel auf BT-Audio und ich höre meine Playlist vom Smartphone. Ist die Pure Go-App installiert, genügt sogar ein einzelner Druck auf den GO-Button. Der Klang ist, wie zu erwarten, ausgezeichnet. In dieser Betriebsart bekommen die restlichen Knöpfe auf der Bedieneinheit dann noch ein paar weitere Funktionen. Mit den Tasten „Vor“ und „Zurück“ navigiere ich durch meine Playlist. Das Display zeigt ausserdem den aktuellen Ladezustand und den Empfang des Smartphones an. Darüber hinaus wird der aktuell gespielte Titel im Display angezeigt.

Freisprechen
Klingelt das Telefon, wird die Wiedergabe unterbrochen. Jetzt klingelt es aus dem Telefon und den Autolautsprechern. Die Wiedergabe des Gesprächspartners ist etwas leiser als die zuvor abgespielte Musik, aber dennoch sehr gut verständlich. Um ein Telefonat anzunehmen, ist die Bedieneinheit gut geeignet. Anrufe über die Bedieneinheit zu tätigen, ist dagegen etwas mühselig. Hier wäre ein Touchscreen der zweizeiligen LCD-Darstellung deutlich überlegen. Die Menüführung ist zwar gut verständlich, aber bis die Nummer letztlich gewählt werden kann, sind meiner Meinung nach zu viele Blicke auf die Bedieneinheit erforderlich:

Home
Telefonbuch auswählen
Kontaktdaten
per Drehrad den Namen auswählen

Sind einer Person mehrere Nummern zugeordnet, muss ausserdem noch zwischen Home, Firma und so weiter gewechselt werden, bis schließlich gewählt wird. Bequemer wird es mit der Pure Go-App auf dem Telefon. Halte ich die Mikrofontaste gedrückt, kann ich den Google Assistant oder Siri direkt anweisen, meinen Gesprächspartner anzurufen.

Die Bedienung ist im Grunde genommen einfach. Die Menüführung zuweilen zu langwierig.

Sprachassistent

Wer bereits mit dem Google Voice Assistant oder Siri vertraut ist, den erwarten hier keine Überraschungen. Mithilfe der Pure Go-App kann der Highway 600 mit beiden Damen in Kontakt treten. Dabei stehen alle gewohnten Möglichkeiten zur Verfügung: Seine Lieblingsmusik per Sprachbefehl von Spotify abspielen lassen oder einen Gesprächspartner anrufen. Nur den Sender kann der Assistent nicht per Spracheingabe wechseln. „Hey Google, rufe die lite-Redaktion an“ funktioniert beispielsweise aber einwandfrei. Schon bald könnte dies mit dem Google Assistant sogar offline funktionieren. Die Spracherkennung läuft dann lokal auf dem Smartphone. Als sehr interessant empfinde auch auch die Funktion, gerade im Radio gehörte Stücke erkennen und gleich in die Spotify-Playlist übernehmen zu lassen. Das kenne ich auch schon aus meinem Test des Pure DiscovR.

Die Stromversorgung der Antenne kann vom Zigarettenazünder aus vorgenommen werden.

Stationärer Einsatz

Dank USB-Port und Klinkenstecker konnte ich einen Teil meiner Tests vorab auch am PC durchführen. Ist gerade mal kein Internet verfügbar, kann das Highway 600 auch am PC/Notebook seine Dienste leisten. Dafür ist es zwar nicht in erster Linie entwickelt, aber auch das funktioniert. Ist ein solches Einsatzszenario häufiger oder über einen längeren Zeitraum geplant, sollte die Antenne aber auf einen festen Untergrund geklebt werden. Zum Beispiel auf eine Plexiglasplatte, damit sie nicht verknickt. So hat man seine Lieblingsradiosender in digitaler Qualität im Ohr und kann sein mobiles Datenvolumen schonen.

Fazit

Der Pure Highway 600 ist ein schöner, kompakter DAB-Empfänger, der das alte Autoradio um zusätzliche Features erweitert. Dazu gehören eine Freisprecheinrichtung mit einem ausgezeichneten Mikrofon, DAB-Empfang in exzellenter Qualität und Sprachsteuerung per Google Voice Assistant und Siri. Ausserdem kann ich meine Musik per Bluetooth zuspielen und meine Spotify-Musik direkt über das Highway 600 in mein Autoradio leiten, ohne das Smartphone zur Hand nehmen zu müssen. Die Installation geht vergleichsweise leicht von der Hand, vermisst habe ich lediglich eine externe Stromversorgung für das Bedienteil. Vermissen wird das aber nicht jeder, denn durch den Verzicht gelingt es Pure die Kabelage auf ein Minimum zu reduzieren.

Test & Text: Dieter Pfeil
Fotos: Philipp Thielen

Gesamtnote: 93/95
Klasse: Spitzenklasse
Preis-/Leistung: gut - sehr gut

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Technische Daten

Modell:Pure
Highway 600
Produktkategorie:Auto-Adapter für DAB+/Bluetooth
Preis:um 180,00 Euro
Garantie:- 24 Monate Gewährleistung
Ausführungen:- Schwarz
Vertrieb:Aqipa, Kundl/AUT
05332 / 72300-0
www.pure.com/de
Anschlüsse:Eingänge:
- Bluetooth (A2DP)
- Aux In
Quellen:- DAB+
- Bluetooth
- Spotify
Weiteres:- Google-Sprachsteuerung
- Siri-Sprachsteuerung
Lieferumfang:- Wireless Controller
- Empfänger
- Magnetisches Erdungskabel
- DAB-Folienantenne
- Mikrofon
- Batterien (2 x AAA)
- Wireless-Controller-Halterung
- 12-V-Netzteil
- Selbsthaftende Kabel-Clips
- Reinigungstuch
- Dokumentation
Besonderheiten:+ sehr guter DAB-Empfang
+ Sprachassistenten
+ sehr gutes Mikrofon
+ Spotify-Streaming
+ bluetoothfähig
+ elegantes Design
+ kompaktes Gehäuse

- Controller benötigt Akkus/Batterien
Benotung:
Klang (60%):93/95
Praxis (20%):93/95
Ausstattung (20%):92/95
Gesamtnote:93/95
Klasse:Spitzenklasse
Preis-/Leistunggut - sehr gut

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