English
Zur Übersetzung unserer Seiten nutzen wir Google Translate. Dazu wird eine Verbindung zu Google-Servern hergestellt und Daten werden übertragen (weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung). Wenn Sie damit einverstanden sind, können Sie über folgenden Button Google Translate aktivieren.

Mit seiner Kombination aus Vorverstärker X-P500 und den Mono-Endstufen X-A220 liefert Advance Paris eine HiFi-Kombi mit jeder Menge Leistung. Genug Leistung, um auch die Nachbarschaft jederzeit an den eigenen Lieblingssongs teilhaben zu lassen. Das enorme Leistungspotenzial ist aber nicht nur dazu da, um mächtig laut aufzudrehen. Es verspricht vor allem unter moderaten Pegeln einen deutlichen Klanggewinn. Das habe ich mal ausprobiert …

Vor-/Endstufen-Systeme haben wir ja eher seltener im Hörraum. Umso mehr haben wir uns über diese Kombi gefreut.

Der Schritt vom Stereo-Vollverstärker zum Vorverstärker mit getrennter Endstufe ist für viele HiFi-Fans nach wie vor ein Traum. Oftmals bleibt dieser unerfüllt, denn eine solche Kombination ist meist sehr kostspielig, teilweise unerschwinglich. Die Advance Paris-Kombination aus Vorverstärker und zwei Endstufen ist auch nicht günstig, bleibt aber preislich deutlich unter der 5000-Euro-Marke. Wir befinden uns also in einem Preisbereich, der für Hobbyisten und anspruchsvolle HiFi-Fans durchaus erschwinglich ist. Dafür wird nicht nur optisch mit zwei unglaublich großen Pegelanzeigen in der dicken Acrylglas-Front etwas geboten. Auch die Anschlussseite bietet nahezu jeder Quelle Zugang. Und natürlich verspricht das französische Trio Leistung satt. Darüber hinaus gibt es aber noch einige weitere Details an den Advance Paris-Boliden zu erkunden.

Advance-typisch ist die vorgesetzte und massive Acryl-Platte.

Wer ist eigentlich Advance?

Das Unternehmen Advance Acoustic wurde 1995 unweit von Paris gegründet. Seinerzeit begann man mit der Entwicklung von Lautsprechern, die ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bieten sollten. Der Erfolg wurde durch diverse Auszeichnungen dann auch schnell messbar. Im Jahre 2000 wurden zusätzlich Center- und Rear-Lautsprecher mit in das Sortiment aufgenommen, um auch Heimkinofans Zugang zum Advance-Portfolio bieten zu können. Seit 2002 fertigt Advance auch Elektronik-Komponenten. Dazu gehören Vollverstärker, CD-Spieler oder komplette HiFi-Systeme. Die Marke Advance Paris wurde dann 2013 ins Leben gerufen. Sie soll die edleren Geräte zieren und findet sich inzwischen auf allen Produkten des Unternehmens wieder. Einige, wie den MyConnect 50, hatten wir auch bereits im Test. Charakteristisch für Advance Paris ist die durchgängige Designsprache. Typisch ist die dicke Acrylglasscheibe auf der Front, sowie Knöpfe und Regler aus gebürstetem Aluminium. Beleuchtete Elemente sind immer in Blau gehalten und die analogen Leistungsanzeigen der Verstärker sind groß ausgeführt.

Kompakt, aber sehr vielseitig: Der MyConnect 50 von Advance Paris hat einiges zu bieten.

Kompakt, aber sehr vielseitig: Der MyConnect 50 von Advance Paris war auch bereits bei uns im Test.

Vorstufe Advance Paris Classic X-P500

Die Überschrift trifft es nicht ganz, im Inneren des X-P500 arbeiten genau genommen gleich zwei separate Vorstufen. Der linke und rechte Kanal werden hier nämlich über zwei identische Vorstufen-Schaltkreise geführt. Dabei verfügt jeder Zweig selbstverständlich über eine eigene Stromversorgung. In der Folge beeinflussen sich die beiden Kanäle hier lediglich noch an der Zuleitung für die beiden Transformatoren, denn selbstverständlich muss nur ein Stromkabel eingesteckt werden. Sehr angenehm gestaltet sich die Anschlussvielfalt, verfügt die X-P500 doch über fünf Aux-Eingänge, sowie Anschlussbuchsen für CD, Tuner, zwei optische und einen Koax-Eingang für digitale Zuspieler. Darüber hinaus wird ein umschaltbarer MM/MC-Phono-Eingang angeboten. Optional bietet der Hersteller zudem ein Bluetooth-Modul mit der Bezeichnung X-FTB01 an, das einfach in den X-P500 gesteckt wird. Dieses ist dann kompatibel mit allen gängigen Formaten wie aptX mit bis zu 48 Kilohertz und 24 Bit.

Das Herz der Anlage: Der Dual-Mono-Vorverstärker X-P500.

Bedienung bitte!

Auf der übersichtlich gestalteten Front des Advance Paris Classic X-P500 befinden sich eine Standby-Taste und ein Multifunktionsknopf. Direkt darüber liegt das Punkt-Matrix-Display, das immer über den aktuellen Status informiert. In Kombination mit dem Multifunktionsknopf können zahlreiche Einstellungen der Vorstufe verändert werden. Durch Drehen des Buttons werden Optionen geändert oder die Lautstärke angepasst. Deutlich übersichtlicher gelingt dies meines Erachtens aber über die beigelegte Systemfernbedienung. Über sie lässt sich die Vorstufe nahezu vollständig aus der Ferne bedienen, einzig die Umschaltung in den Class-A-Betrieb und die automatische Abschaltung lässt sich ausschließlich direkt am Gerät vornehmen. Des Weiteren befinden sich in der Front zwei Kopfhörerbuchsen in den gängigen Größen 6,3 Millimeter und 3,5 Millimeter. Rückseitig lassen sich Impedanz und Empfindlichkeit mittels Schiebeschaltern für beide Buchsen getrennt beeinflussen.

Die Befehligung der Advance Paris-Kombi gelungt nahezu vollumfänglich über die zum Lieferumfang gehörige Infrarot-Fernbedienung.

Alles eine Frage der Einstellung

Über die Systemfernbedienung können auch die wichtigsten Einstellungen des Advance Paris Classic X-P500 vorgenommen werden. Beispielsweise lässt sich die Klangregelung, also die Anpassung von Höhen und Tiefen auch von hier regeln. Selbstverständlich gelingt auch die Verschiebung der Balance vom Sofa aus. Für die neutrale Wiedergabe verfügt der Infrarot-Handsender über eine Bypass-Taste und die Loudness-Funktion kann ebenfalls von hier aus zugeschaltet werden. Auch für die Anwahl des gewünschten Zuspielers muss man keinen Fuß vor den anderen setzen, wobei die wichtigsten Quellen (CD, Optischer Eingang 1, USB und AUX1) sogar eine eigene Taste besitzen. Und sollte die Helligkeit des Displays nicht den individuellen Wünschen entsprechen, hilft die Fernbedienung auch hier, dass die perfekt gefundene Hörposition nicht verlassen werden muss.

Die Analoge Eingangssektion des X-P500: Mehr geht kaum.

Noch mehr digitale Eingänge

Es wird aber noch besser, denn auf auf seiner Rückseite hat der Advance Paris Classic X-P500 noch weitere digitale Eingänge parat. Mit der USB-A-Buchse lassen sich USB-Sticks oder entsprechende Festplatten als Zuspielmedium verwenden. Das Handbuch spricht hier ausschließlich von MP3. Da ich gerade keinen Stick zur Hand habe, kann ich zur Kompatibilität mit anderen Formaten leider keine Aussage treffen. Ich habe den Vorverstärker hauptsächlich vom PC aus per USB-B-Buchse mit Signalen versorgt und damit gleichzeitig den ausgezeichneten Wolfson WM8742-Wandler getestet. Das Bluetooth-Modul nutzt übrigens den gleichen Wandler. Einen analogen Zugang bin ich noch schuldig geblieben: Auf der Rückseite befinden sich nämlich noch echte XLR-Buchsen für die symmetrische Speisung. Und auch ausgangsseitig bietet mir der X-P500 symmetrische Ausgänge an. Ohne zuviel vorweg zu nehmen: Dieses ungewöhnliche Angebot habe ich im Test sehr gern angenommen und die beiden Mono-Blöcke über diesen Weg mit dem Pre-Amp verbunden.

Das Display des X-P500 informiert über die aktuell gewählte Quelle.

Was rein kommt, muss auch raus

Tatsächlich kann ich mich auch über die Möglichkeiten, mit der Signale das Gerät wieder verlassen können nicht beklagen. Die beiden Kopfhörerausgänge haben ja bereits Erwähnung gefunden. Überdies finden die beiden Endstufen Anschluss per Pre-Out, wobei dies wahlweise symmetrisch per XLR- oder unsymmetrisch per Cinch-Kabel möglich ist. Soll noch ein Subwoofer in das System eingeschleust werden, findet dieser über die Sub-Out-Buchsen den richtigen Zugang in das System. Damit der Tiefton richtig aufgeteilt wird, kann die Endstufe auch gleich an den Pre-Out-Hi-Pass angeschlossen werden. Die Trennfrequenz kann dann per Schiebeschalter zwischen 75 Hertz und 150 Hertz umgeschaltet werden. Das heisst: Der Pre-Amp bietet auch markenfremden Endverstärkern ideale Bedingungen. Der Advance Paris Classic X-P-500 wäre ausserdem nicht komplett, hätte er nicht auch einen ungeregelten Rec-Out. Hier lassen sich klassische Kassettendecks, ein Tonbandgerät oder MD-Aufnahmegeräte verbinden.

Die Kopfhörer-Ausgänge lassen sich rückseitig an die gerade verwendeten Headphones anpassen.

Zwei fette Endstufen

Das Erste, was mir beim Anheben auffällt, ist das satte Gewicht von 21 Kilogramm – pro Endstufe wohlgemerkt! Das nächste Staunen entgleitet mir dann beim Aufstellen der Boliden. In der Front prangt ein VU-Meter, also eine riesige analoge Anzeige, die über die Leistungsaufnahme der Endstufe informiert. Die angezeigten 220 Watt an der Null-Position des Displays stellen gleich klar, dass hier ordentlich was geboten wird. Die Bedienungsanleitung spricht von einem 700-Watt-Transformator im Inneren des Gehäuses. Es empfiehlt sich also, beide Endstufen räumlich getrennt aufzustellen. So ist sichergestellt, dass jede Advance Paris X-A220 auch einzeln eingeschaltet wird. Für Highender eine Selbstverständlichkeit, dennoch sollte es hier erwähnt werden. Schließlich wollen die vier ebenso fetten Kondensatoren erst einmal aufgeladen werden, damit auch wirklich ordentliche Peaks bedient werden können. Wird die Stromversorgung der beiden Mono-Endstufen dagegen gleichzeitig in Betrieb genommen, kann es sein, dass die Sicherung dem Treiben einen Riegel vorschiebt.

Ein echter Bolide: Jede Mono-Endstufe X-A220 bringt satte 21 Kilo auf die Waage.

Ausstattung und Schalter

Auf der selbstverständlich ebenfalls in Acrylglas gehaltenen Front der Advance Paris X-A220 finden sich prominent die besagte, analoge Leistungsanzeige und eine Standby-Taste. Etwas unauffällig auf der rechten Seite befindet sich noch eine Anzeige für den High-Bias-Modus, besser bekannt als Class-A-Modus. Ist er gewählt, arbeitet die Endstufe im A-Betrieb, was der Abbildung eines Röhrenverstärkers näher kommt und auf 45 Watt Ausgangsleistung limitiert ist. Das hört sich vielleicht nach wenig an, genügt aber locker, um den Nachbarn von der Couch zu schütteln. Wird mehr Leistung gefordert, schaltet die Endstufe direkt in den A/B-Betrieb und liefert die gewünschte Lautstärke. Der entsprechende Schiebeschalter zur Umstellung der Betriebsart befindet sich neben einigen anderen auf der Rückseite des Mono-Verstärkers. Hier lässt sich auch die Beleuchtung der analogen Anzeige abschalten. Dies kann im Heimkinobetrieb von Vorteil sein, falls das Spiel der Zeiger zu sehr vom Film ablenken sollte.

Das VU-Meter ist auch aus einigen Metern Entfernung gut sichtbar, wirkt dabei aber niemals aufdringlich.

Die elektronische Band

Nach der umfangreichen Untersuchung darf das Gespann nun aber endlich losspielen: Mein Testsetup besteht hier aus besagter Dual-Mono-Vorstufe Advance Paris Classic X-P500, den zwei Advance Paris X-A220 Endstufen und einem Paar Quadral Aurum Vulkan 9. Die Vulkan 9 zählt zu den traditionell hervorragend beleumundeten Top-Modellen von Quadral. Sie zeichnet sich durch exzellenten Tiefgang und einen präzisen, harten Kickbass ab. Der Bändchenhochtöner agiert äußerst feinfühlig und spritzig. Insgesamt stellt die Vulkan 9 mit ihren 350 Watt Dauerbelastbarkeit also einen optimalen Spielpartner für das französische Trio bereit. Für die Verkabelung habe ich mich diesmal für Lautsprecherleitungen aus dem Hause Atlas Cables entscheiden.

In meinem test durfte sich das Advance Paris-Trio an der legendären Quadral Aurum Vulkan 9 beweisen.

Natürliche Klänge

Ohne zuviel vorweg zu nehmen: Meine Erwartungen an den Sound werden nicht enttäuscht. Als Schlagzeuger gefällt mir hier schonmal speziell die dynamische Abbildung der Besen auf der Snare in Diana Kralls „Temptation“. Auf die seichten Ghost-Note-Schläge des Besens folgen dann peitschende Akzente, die von den VU-Metern der Endstufe mit einem sanften Nicken begleitet werden. Während die Sängerin gefühlvoll von der Gitarre untermalt wird, betont der Bass den entsprechenden Akkord straff und gezielt. In der Class-A-Einstellung wird mir dabei eine neutral-warme Darstellung aller beteiligten Komponenten kredenzt. Diana Kralls Stimme wird sauber und detailreich herausgearbeitet und erklingt angenehm warm und leicht nach vorn in den Raum gestellt. Sauber arbeitet die Verstärkerkombination auch das sanft-düstere Säuseln des Ride-Beckens in den Breaks heraus. Die Hammondorgel dudelt klar gezeichnet und doch sauber im Hintergrund positioniert vor sich hin. Gerade im eher natürlichen Bereich schmeichelt diese Einstellung den Ohren – ohne zu übertreiben.

Bei Highendern nach wie vor beliebt: Große VU-Meter. Jede X-A220 bietet davon ein riesiges auf.

Als wäre man live dabei

In „Cornflake Girl“ von Tori Amos werden sämtliche Geräte dann perfekt auf der breit aufgestellten Bühne verteilt und lassen sich klar orten. Das Piano liegt sauber im Stereofeld. Dabei wird es so exakt abgebildet, dass ich den Eindruck habe, selbst in die Tasten zu greifen. Das Setup steht, und auch die Stimme der Sängerin wird von der Advance-Paris-Vorstufe exakt in der Mitte eingefädelt. Hier glänzt sie mit einer seidig warmen Präsenz. In unserem rund 25 Quadratmeter großen Hörraum stimmt dann auch die Positionierung. Die Vocals stehen leicht vor dem Piano, das den Raum in Breite und Tiefe bereitet. Die Staffelung ist wirklich gut und breitet sich sogar ein Stück über die physischen Standpunkte der Schallwandler hinaus. So erklingen die Schellen von leicht links und gliedern sich nicht passgenau und niemals überspitzt in die Klangkulisse ein.

Das Display des X-P500 gibt auch Auskunft über die aktuell anliegende Abtastrate.

Mit der Kraft der zwei Endstufen

Wenn es etwas elektronischer sein soll, wechsle ich gern zu Fifi Rong und Yello mit „Kiss The Cloud“. Hier können die beiden X-A220 dann mal zeigen, wie viel Power sie wirklich drauf haben. Das tun sie dann auch, diesmal im A/B-Betrieb. Hier zuckt die Nadel in der Leistungsanzeige deutlich weiter Richtung Mitte. Und obwohl es im Bass richtig zur Sache geht und klare Kante gegeben wird, ist noch ausreichend Leistung für die feinen Details im Hintergrund übrig. Davon gibt es bei Yello ja üblicherweise reichlich. So erlebe ich Dynamik pur, wobei sich die Stimme Fifi Rongs auch durch die massiven, synthetischen Bass-Drums nicht aus der Ruhe bringen lässt. Mit ihrem sanftem Hauch gelingt es ihr den Refrain kristallklar zu präsentieren. Dabei macht sich natürlich auch der Einsatz der feinfühligen Bändchen der Vulkan 9 bemerkbar, die exzellent mit den französischen Präzisionsgeräten von Advance Paris harmonieren.

Selbst HiRes-Files bis zu einer Abtastrate von 192 kHz können dem X-P500 zugeführt werden.

In Höhen und Tiefen

Richtig Spaß machen auch mir aber auch die eher ruhigen, dynamischen Stücke. Ein Beispiel wäre „Opening Peace“ von Snowy White. Im Intro geht es dabei zunächst noch locker und ruhig zu. Zugleich setzt der Bass mit seiner sauber gezeichneten Line klare Akzente. Genau genommen bilden meine Testgäste scharf und präzise ab und öffnen dabei quasi den Hörraum. Die Kongas tippeln den Takt vor, wobei auf Takt eins und drei, sowie ein satter, tiefer Akzent jede Menge Saft von den Endstufen saugt. Für das Advance-Setup ist das aber kein Problem, das Klangbild steht weiterhin felsenfest im Raum und strotzt nur so vor Selbstbewusstsein. Zugleich arbeitet sich die leicht rauchige Orgel im Hintergrund durch die Akkorde, während mich die Gitarren in eine leicht hawaiianische Stimmung versetzen. Ich sprach eben von Raum. Den kreieren die Franzosen mühelos und beeindrucken durch einen völlig von den Schallwandlern gelösten Sound.

Leistung satt

Losgelöst heisst aber nicht frei. Das Klangbild ist nämlich auch hier fest vor, hinter und neben den Lautsprechern strukturiert. Gleichzeitig ist es aber auch so, dass die Musik in höchster Intensität aus der Mitte zwischen den beiden Vulkan 9 heraus erklingt. Das können andere Systeme auch, bei meiner Kombi aus X-P500 und X-A220 erfolgt das aber mit einem Selbstverständnis und einer Ruhe, die man sich kaum besser wünschen könnte.
Selbstverständlich darf in meinem Test auch ein Stück aus dem Herkunftsland der Kombo nicht fehlen. Fröhlich tanzen die Zeiger der Leistungsanzeige in „Tilted“ von Christine and the Queens hier gegen den Rhythmus der Musik. Die großen Kondensatoren wollen schließlich schnellstens wieder gefüllt werden, denn die filigrane Abbildung der kantigen Bass-Line und die schnellen Bewegungen der Bass-Membranen verlangen nach jeder Menge Leistung. Und die bekommen sie auch und wandeln die angelieferten Signale rhythmisch, dynamisch kraftvoll und auch klangfarbenstark in Hörschall.

Am Anschlussfeld des X-P500 findet nahezu jede analoge wie digitale Quelle Verbindung.

Fazit

Mit seinem Vorverstärker X-P500 und den beiden Endstufen X-A220 liefert Advance Paris eine wunderbare und klassische konstruierte Vor-/End-Kombi. Die bereits in der Vorstufe beginnende Trennung beider Kanäle sorgt für eine beeindruckend klare Darstellung und feine Abbildung der einzelnen Akteure und ihrer Position auf der Bühne. Im Class-A-Betrieb liefert sie einen angenehm neutralen bis warmen Sound mit guter Stimmpräsenz. Wird richtig Leistung benötigt, schaltet die Kombination auf A/B-Betrieb um. Dabei wird sie klanglich einen Hauch kühler, liefert dann aber verzerrungsfreie 220  Watt pro Kanal. Wer sich mit dem Gedanken trägt, sich eine Vor-Endstufen-Kombination zuzulegen, sollte sich dieses Trio von Advance Paris auf jeden Fall einmal genauer anhören. Die vielfältigen Einstell- und Anschlussmöglichkeiten sind verlockend und der Sound über jeden Zweifel erhaben. Das alles gibt es zum Preis von rund 4.200 Euro. Gemessen an dem, was ähnlich leistungsstarke Konkurrenz-Kombinationen kosten, kann man hier dann schon fast von einem Schnäppchen sprechen.

Test & Text: Dieter Pfeil
Fotos: Philipp Thielen

Gesamtnote: 94/95
Klasse: Spitzenklasse
Preis-/Leistung: sehr gut / gut-sehr gut

94

94

94

Technische Daten

Modell:Advance Paris
X-P500
Produktkategorie:Vorverstärker (Dual-Mono)
Preis:1.250,00 Euro (UVP)
Ausführungen:- Schwarz
Vertrieb:quadral GmbH & Co. KG, Hannover
Tel.: 0511 / 7 90 40
www.advance-acoustic.com
Abmessungen (HxBxT):120 x 430 x 280 mm
Gewicht:3,6 kg
D/A-Wandler:Wolfson WM8742
Eingänge (Analog):- 5 Cinch
- Phono (MM, MC)
- Tuner
- CD
- XLR IN
Eingänge (Digital):1 x Koax
2 x Optisch
1 x Bluetooth (optional)
1 x USB-A
1 x USB-B
Ausgänge:- Pre-Out
- Pre-Out Hi-Pass
- Sub-Out
- XLR-Out
- Rec-Out
- Kopfhörer 3,5 mm Klinke
- Kopfhörer 6,3 mm Klinke
Lieferumfang:- Advance Paris X-P500
- Fernbedienung
- Netzkabel
- Bedienungsanleitung
Pros und Kontras:+ umfangreiche Ausstattung
+ durchdachter Doppel-Mono-Aufbau
+ sehr gute Verarbeitung
+ hervorragender Klang
+ intuitive Bedienung
+ zwei Kopfhörer-Ausgänge
+ XLR-Ein- und Ausgang

- Bluetooth-Unterstützung nur mit zusätzlichem Modul
Benotung:
Klang (60%):94/95
Praxis (20%):94/95
Ausstattung (20%):93/94
Gesamtnote:94/95
Klasse:Spitzenklasse
Preis-/Leistungsehr gut
Modell:Advance Paris
X-A220
Produktkategorie:Mono-Endstufe
Preis:1.500,00 Euro
Garantie:3 Jahre
Ausführungen:- Schwarz
Vertrieb:quadral GmbH & Co. KG, Hannover
Tel.: 0511 / 7 90 40
www.advance-acoustic.com/de
Abmessungen (HxBxT):200 x 430 x 450 mm
Gewicht:21,0 kg
Leistung- 1 x 220 Watt (8 Ohm)
- 1 x 350 Watt (4 Ohm)
Eingänge (analog):1 x symmetrisch (XLR)
1 x unsymmetrisch (Cinch)
Ausgänge: (analog)1 x Lautsprecher
Lieferumfang:- X-A220
- Netzkabel
- Bedienungsanleitung
Pros und Contras+ Bias-Schalter für Class-A-Betrieb bei geringer Leistung
+ Große VU-Meter
+ ausschaltbares Display
+ hohe Leistungsaufnahme
+ punchiger Grundton
+ tiefe Bassdarstellung
- 4 Polklemmen für Bi-Wiring
- Schalter für Gain-Anpassung (-12, -6, -3 oder 0 dB)
Benotung:
Klang (60%):94/95
Praxis (20%):93/95
Ausstattung (20%):93/95
Gesamtnote:94/95
Klasse:Spitzenklasse
Preis/Leistung:gut - sehr gut

lite - DAS LIFESTYLE & TECHNIK MAGAZIN Über uns | Impressum | Datenschutz | Kontakt