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Wer heute nach einem Stereo-Vollverstärker sucht, wird überrascht sein, wie stark sich die unterschiedlichen Modelle heute unterscheiden. Nur wenige erinnern noch an die Boliden vergangener Zeiten. Heute muss ein Amp nämlich mehr können, als nur zu verstärken. Manchen kommen mit dedizierten Analog-Sektionen daher, andere sind Digital-Spezialisten. Wieder andere sind streaming- und netzwerkfähig und einige bringen gleich noch ein integriertes CD-Laufwerk oder Multiroomfunktionen mit. Ähnliches gilt für den Vorverstärker. Wenn der etwas auf sich hält, hat er heute in der Regel zumindest noch einen HiRes-DAC mit an Bord. Nicht zu vergessen, die Röhren-Verstärker: Auch sie können heute viel mehr, als man vor einigen Jahren vielleicht zu träumen gewagt hätte.

Wir hatten in den letzten Monaten die verschiedensten Verstärker-Varianten im Test. Hier stellen wir unsere Highlights der verschiedenen Kategorien noch einmal vor:

Vorverstärker/DAC:

SPL Director Mk2

Der SPL Director Mk2 ist in seiner Doppelfunktion als DAC und Vorverstärker ein exzellenter Regisseur in der Klangkette und erweist sich als High End-Dirigent für das HiRes-Orchester. Mit sechs analogen Line-Eingängen und vier verschiedenen Digitalschnittstellen lässt er dabei fast keine Anschlusswünsche offen. Dank seines Konverters, dessen Herzstück einer der zurzeit weltbesten DAC-Chips ist, beherrscht er HiRes bis zu den herausragenden Qualitäten PCM 768 Kilohertz/32 Bit und DSD256. Klanglich profitiert dieser Wandler – wie auch die Vorverstärkersektion – von der Voltair-Technologie, die ein Plus an Auflösung, Dynamik und Rauscharmut verspricht. Dieses Versprechen löst der Director Mk2 mit Bravour ein: Die Wiedergabe glänzt mit einer ausgezeichneten Klarheit und Transparenz, mit größter Präzision und Anstrengungslosigkeit. Das gilt selbst bei perkussiven Herausforderungen, auch hochdynamisch-explosive Momente sind frei von jeglichen Kompressionseffekten. Dabei vermeidet der SPL Director Mk2 jegliche klangliche Schärfe. So kann man beim Hören dem musikalischen Geschehen analytisch auf den Grund gehen oder schlicht und einfach die stimmige und entspannte Wiedergabe genießen.
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Der Director Mk2 passt mit seiner Kombination von retro und modern zu jedem Einrichtungsszenario – und ist wegen seines gelungenen Designs ein echter Hingucker.

Analoger Stereo-Vollverstärker:

Canor AI 2.10

Canor Audio ist bei der Ausstattung sehr sorgsam vorgegangen. Entsprechend seiner Bestimmung als Analog-Spezialist ist der AI 2.10 deshalb ausschließlich mit analogen Zugängen ausgerüstet. Das wären hier vier Paar Cinch-Buchsen, sowie zwei symmetrische XLR-Eingänge. Letztgenannte Verbindung ist im Zweifelsfall zu bevorzugen, ist sie doch die bestmögliche Art der analogen Audio-Übertragung. Sie gilt deshalb im Profi- und Studiobereich als Standard. Im Consumer-Bereich ist sie ausschließlich in hochwertigen Komponenten zu finden und bürgt für die bestmögliche Übertragungsqualität des Audiosignals. Sind alle eingehenden Signale verarbeitet, werden sie über die Endstufe verstärkt und ausgegeben. Und die hat richtig Power. Hängt man Lautsprecher mit einer Impedanz von vier Ohm an den AI 2.10, leistet er zweimal satte 150 Watt. Damit ist der preisgünstigste Amp im Canor-Programm aufgrund seines Hybrid-Aufbaus und dank des fetten Ringkerntrafos auch der leistungsstärkste. Das macht sich im Hörraum dann auch bemerkbar.
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Markant sind der große Drehregler und besonders das coole Display des AI 2.10.

Streaming-Verstärker mit Raumeinmessung:

NAD M10

Der M10 ist klein, hübsch, üppig ausgestattet und klanglich ein Brett. Eine kompakte All-in-One-Lösung, die alle Ansprüche an ein modernes HiFi-System zusammen bringt. Einmal mit Strom versorgt, werden nur noch zwei Lautsprecher benötigt und das HiFi-Setup ist komplett. Auffällig sind das große und sehr gut ablesbare Farbdisplay und exzellente Verarbeitung. Zur Optik kommen die inneren Werte: Der an Bord befindliche HiRes-Player nimmt sich Files von bis zu bis PCM 192 Kilohertz/32 Bit an. Anschlussseitig bleiben ebenfalls keine Wünsche offen. Auch wenn man eigentlich keine physische Quelle mehr benötigt, bietet der NAD noch analoge wie digitale Schnittstellen an. Obendrauf kommen eine bidirektionale Bluetooth aptX HD und WLAN-Verbindung. Letzteres wird per BluOS-Modul integriert, das auch gleich für die Multiroomfähigkeit und die Einbindbarkeit in Hausautomations-Umgebungen vorbereitet ist. Nicht zu vergessen ist die clevere Dirac-Live-Raumkorrektur. Hier kann sie sogar sogar per Smartphone erfolgen.
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Das große Display nimmt fast die gesamte Front des NAD ein und ist auch aus zwei Metern Entfernung noch sehr gut ablesbar. Noch wichtiger ist aber die integrierte Raumeinmessung des M10.

Streaming/Multiroom-Amp:

Bluesound Powernode 2i

Der Powernode 2i ist die perfekte Lösung für alle Musikfreunde, die nach einer optisch ansprechenden Alternative zum klassischen HiFi-System suchen. Er ist superkompakt, zugleich aber mit allen Features ausgestattet, die man heute von modernen Streaming-Setups erwarten darf. HiRes, Bluetooth, Internetradio, Streaming von Festplatte, Tidal, Spotify, Amazon Music etc. Dieser moderne Streaming-Amp bietet alles, ist aber auch bereit kabelgebundene Quellen entgegenzunehmen. Klanglich steht er zudem deutlich über dem, was man in dieser Preisklasse und bei dieser Gerätegröße erwartet. Eine der hervorstechendsten Eigenschaft des Powernode 2i ist ganz klar die Fähigkeit, das er ihm zugespielte Musikdateien mit vollem Einsatz zu verstärkt, ohne sich selbst in den Vordergrund zu stellen. Der Bluesound ist ehrlich. Er verarbeitet eingehende Signale, ohne ihnen einen Markenklang aufdrücken oder sie sonst wie zu „verschönern“. Die Schleife um dieses wunderbar verpackte Geschenk ist jedoch der Preis, dieser schicke Streaming-Allrounder ist nämlich für rund 900 Euro zu haben.
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Optisch wirkt der Powernode 2i eher zurückhaltend. Von der schlichten Fassade sollte man sich aber nicht täuschen lassen …

Streaming/CD-Amp:

Quad Artera Solus Play

Der neue Quad Artera Solus Play nimmt zurecht die Pole Position in Quads audiophiler Lifestyle-Serie Artera ein. Er bietet die größte Konnektivität und Anschlussvielfalt, sein Portfolio umfasst HiRes-Streaming per WLAN, LAN und USB, Bluetooth mit aptX und aptX LL, optische sowie elektrische Digital-Schnittstellen, analoge Eingänge und sogar ein bordeigenes CD-Laufwerk. Damit deckt er alle gängigen Audio-Formate bis hin zu den HD-Formaten PCM 384 Kilohertz/32 Bit und DSD256 ab. Die Integration von DTS Play-Fi samt zugehöriger App ermöglicht ein komfortables Streaming des eigenen Musikbestands als auch des Angebots verschiedenster Online-Dienste, ein bequemes Musikmanagement und einen ausgereiften Multiroom-Betrieb im Verbund mit weiteren Play-Fi-fähigen Komponenten. Zum Komplett-System adelt ihn nun noch der integrierte Vollverstärker, der mit einer satten Leistung von 75 Watt auch ausgewachsene Standlautsprecher antreibt. Quad bringt hier zudem seine langjährige Erfahrung als Hersteller hochwertigster Audio-Komponenten ein. So glänzt der Quad Artera Solus Play als attraktive, audiophile, multimediale All-in-One-Lösung für die musikmediale Gegenwart und Zukunft.
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Trotz der kompakten Maße beherbergt der Solus Play einen ausgewachsenen Vollverstärker. Deshalb benötigt er auch die seitlichen Kühlrippen zur Abfuhr der Wärme. Er liefert mit 2 x 75 Watt eine kraftvolle Wiedergabe – sei es über CD oder USB, WiFi, Bluetooth oder LAN, S/PDIF oder Analogeingang.

Röhrenverstärker bis 2.000 Euro:

Line Magnetic LM-211IA

Der Line Magnetic LM-211IA bietet die Tradition und die Faszination der Röhre: Im Design setzt er auf Vintage-Style, im Schaltungsaufbau auf die beliebte Class-AB-Schaltung mit klassischer Röhrenbestückung. Damit gelingt dem rein analogen LM-211IA jene faszinierende, warme und entspannt-stimmige Wiedergabe, die gerade Stimmen einen schönen Schmelz verleiht. Durch die Umschaltmöglichkeit von Triode- auf Ultralinear-Betrieb beherrscht der LM-211IA aber auch eine etwas straffere Gangart mit größerer Basskontrolle und deutlich mehr Leistung, nämlich 32 statt 15 Watt. Die Kraft diese Verstärkers ist jedoch schon im etwas detailreicheren Trioden-Modus verblüffend: Hier liefert er bereits frühzeitig einen mehr als amtlichen Pegel. So paart der LM-211IA Klangkultur und Kraft –vereint in einem audiophilen Glimmen.
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Der Line Magnetic LM-211IA ist mit seinem Röhrenensemble ein Highlight auf dem HiFi-Sideboard. Mit seiner Hammerschlaglackierung betont er den Retro-Charakter, der diesen Verstärkern eh immanent ist.

Röhrenverstärker bis 4.000 Euro:

Cayin HA-6A

Der Cayin HA-6A erweist sich als exzellenter Kopfhörer-Verstärker, der komplett in Röhrentechnik realisiert ist und mit einer tollen Vielseitigkeit trumpft. Durch die dreistufige Impedanzschaltung können Kopfhörer zwischen 6 und 600 Ohm angeschlossen werden – also so gut wie alle Modelle auf dem Markt. Dafür stehen sowohl ein unsymmetrischer als auch zwei symmetrischen Ausgänge zur Verfügung. Auch eingangsseitig ermöglicht der HA-6A die symmetrische und unsymmetrische Zuspielung. Mit der Umschaltung zwischen Trioden-Modus und Ultralinear-Betrieb erlaubt der HA-6A ebenso wie mit der Wechselmöglichkeit der Endstufenröhren die Abstimmung auf den eigenen Geschmack oder die Anforderung der Musik: So liefert der HA-6A den sanften Schmelz für Streicher uns Stimmen, aber auch den straffen Klang für hochdynamische Orchestermusik oder andere großformatige Besetzungen. Konstanten des Klangs sind dabei die ausgezeichnete Transparenz und wunderbare Räumlichkeit und Tiefe der Abbildung. Zusammen mit der attraktiven Röhren-Optik und dem gelungenen Design ist der Cayin HA-6A ein Fest für Augen und Ohren.
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Wohliges Glimmen: Der Cayin HA-6A ist ein Kopfhörerverstärker in reiner Röhrenschaltung.

Streaming-Receiver:

Waversa WSlim LITE

Ja, es ist möglich: Der ultraschlanke und kompakte Waversa WSlim LITE schafft es, als Streaming-Verstärker eine satte Beschallung mit 40 Watt Leistung zu liefern und über zahlreiche Zuspielwege ein reichhaltiges attraktives Angebot zu machen. Das Musik-Streaming geht via AirPlay, Bluetooth und LAN sowie per FM-Tuner für analogen Radioempfang, hinzu kommen S/PDIF-Inputs und USB-B. Über diesen Port und über LAN ist HiRes bis PCM 384 Kilohertz/24 Bit und DSD256 möglich. Dank seines Prozessors ist der Waversa WSlim LITE nicht nur HiRes-fähig, sondern bietet neben einer grundlegend sehr sauber-klaren Wiedergabe eine sechsstufige „Dynamic Range“-Funktion zur Steigerung der Lebendigkeit und eine zuschaltbare Röhrensound-Simulation. Neben seiner klanglichen Meriten punktet der Waversa WSlim LITE mit seinem megaschicken Design und einer hochwertigen Verarbeitung. So bringt uns dieser Streaming-Verstärker gleich mehrfach zu Staunen.
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Schlank und stylisch: Der Waversa WSlim LITE beeindruckt optisch mit seinem kompakten Maßen und seinem schick-reduzierten Design.

Vollverstärker/Audio-System bis 1.000 Euro:

Nubert nuConnect ampX

Der Nubert nuConnect ampX glänzt gleich mehrfach: Er ist ein kompakt-klangstarkes Kraftwerk, das beim klassischen Betrieb über Passivboxen mit zweimal 110 Watt eine saubere Verstärkungsarbeit leistet. Doch eigentlich ist der ampX ein komplettes Audiosystem: Er bietet zwei analoge Eingänge inklusive einem vollwertigen Phono-Input für MM und MC. Er besitzt alle relevanten digitalen Schnittstellen für die Zuspielung von HiRes-Files und gibt per HDMI-Dongle den Film- und Fernsehton wieder. Überdies beherrscht er das Bluetooth-Streaming mit den Edel-Codecs aptX HD und aptX LL. Wireless geht aber noch mehr: Der ampX interagiert kabellos mit Nuberts X-Lautsprechern und kooperiert ebenso mit weiteren ampX-Verstärkern. Das ermöglicht die Beschallung von zwei Hörzonen und einen Multiroom-Betrieb. All dies steuert man am besten über die eigene App, über sie bietet der ampX auch eine Raumkorrektur und weitere Klang-Features wie die „Wide“-Funktion zur Steigerung der Räumlichkeit. Die hier gebotene Qualität, Flexibilität und Vielfalt ist, gerade mit Blick auf den Preis, schlicht herausragend.
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Der ampX bietet u.a. auch einen vollwertigen Phono-Vorverstärker für Plattenspieler mit Moving Magnet-oder Moving Coil-Systeme.

Vollverstärker/Audio-System bis 4.000 Euro:

Moon ACE

Der Moon ACE ist als All-in-One-Music-Player ein medialer Brückenbauer: Er bietet die Vorzüge eines klassischen Stereo-Verstärkers und die Konnektivität einer modernen Musikzentrale. Der ACE verfügt über analoge Eingänge inklusive Phono-Input, vier S/PDIF-Inputs, USB-Port sowie HiRes-Streaming via LAN und WLAN, hinzu kommt Bluetooth mit dem Codec aptX. Sein HiRes-DAC ermöglicht die Wandlung hochauflösender Files bis DSD256 und PCM 384 Kilohertz/32 Bit. Für das bequeme Musikmanagement und den möglichen Multiroom-Betrieb präsentiert der ACE eine eigene App. Über sie können mit Deezer, HighResAudio, Qubuz und Tidal vier führende Online-Musikdienste eingebunden werden. Zudem sind über TuneIn die Internet-Radiostationen der gesamten Welt empfangbar. Statt der bei All-in-One-Geräten üblichen Class D-Verstärkertechnik agiert beim Moon ACE eine Class AB-Verstärkersektion samt kraftvollem Netzteil. Sie sorgt für Klangkultur und Kraft und liefert eine klare, dynamische und wunderbar dreidimensionale Wiedergabe. So erweist sich der Moon ACE als audiophiles Ass.
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Der Moon Ace vereint den modernen Look eines All-in-One-Players mit dem klassischen Format einer HiFi-Komponente.

Tests & Texte: Roman Maier, Volker Frech, Christian Rechenbach
Fotos: Philipp Thielen, Simone Maier

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