English
Zur Übersetzung unserer Seiten nutzen wir Google Translate. Dazu wird eine Verbindung zu Google-Servern hergestellt und Daten werden übertragen (weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung). Wenn Sie damit einverstanden sind, können Sie über folgenden Button Google Translate aktivieren.

HiFi im Retro-Look boomt. Diesem Trend folgend, hat Magnat mit der Transpuls 1000 einen waschechten Drei-Wege-Kandidaten im Programm, dessen Äusseres neugierig macht. Das voluminöse Gehäuse kommt im leicht gekippten Outfit und beherbergt einen für heutige Verhältnisse großflächigen Tieftöner. Das sieht brachial aus und leistet mächtig was. Wer also auf impulsreiche Musikstile steht, wird hier kraftvoll bedient. Für einen Stückpreis von 399 Euro ist dieses Paket obendrein aber auch preislich hochattraktiv. 

Die Transpuls 1000 ist (optisch) anders als die allermeisten anderen Schallwandler.

Wer einen Blick auf diese Lautsprecher wirft, hat sofort die Stahlsaiten einer E-Gitarre und bunte Knöpfchen im Kopf. Dieses Pärchen erinnert mich sofort an ein eine waschechte Bühnen-PA-Beschallung. Diese Lautsprecher schreien förmlich nach Punk- und Rock-Musik, meine Gitarre möchte ich auf dem sorgfältig gearbeiteten MDF-Gehäuse allerdings nicht zertrümmern. Dafür ist der Korpus vermutlich nicht robust genug ausgelegt, schließlich soll dieses Exemplar im heimischen Wohnzimmer seinen Platz finden. Doch auch bei einer Party in der Garage oder im Gartenhäuschen können diese Muskelpakete mit vollem Einsatz loslegen. Magnat empfiehlt hier einen Verstärker mit einer Leistung zwischen 30 und 300 Watt. Und das entspricht auch vollkommen der optischen Anmutung der Transpuls 1000. Sie stellt die kleinere Variante der großen Transpuls 1500 dar. Dabei bietet auch „die Kleine“ schon einen stattlichen Basstreiber mit 26 Zentimetern Membrandurchmesser. Damit sollte sie durchaus in der Lage sein, jede Magengrube einmal ordentlich durchrütteln zu können.

Vintage pur: Das Design der Transpuls erinnert sofort an die 70er und 80er-Jahre als Lautsprecher nicht massiv und Basstreiber nicht groß genug sein konnten.

Deine Transpuls 1000

Als Zielgruppe hat Magnat eher jüngere Musikfreunde auserkoren. Dazu zählen auch diejenigen, die in den 80ern bereits jeden mit einem freundlichen „Du“ anredeten. „Selbstbewusst wie die Transpuls 1000“, so wird sie im informellen Ton auf der sonst eher neutral gehaltenen Website angepriesen. Die Bildsprache macht deutlich: Hier werden junge Party-People und Fans lauter Musik adressiert. Die Front des Lautsprechers wirkt durch die großen Treiber und die freiliegende Verschraubung massiv und wuchtig. Die riesigen Bassreflexöffnungen lassen sofort den Wunsch nach satten Bässen aufkommen. Das MDF-Gehäuse mit dunklem Holzfurnier steht um fünf Grad nach hinten gewinkelt auf dem fest montierten Holzsockel. Hier buhlt auch das große Magnat Transpuls-Schild um Aufmerksamkeit. Sollte dies zu viel Bühnencharme versprühen, dann kann alles bis auf das Schild im Fuß durch die große, schrägstehende Frontblende kaschiert werden. Auf diese Art verwandelt sich die Transpuls 1000 in einen zurückhaltenden Teil des Mobiliars.

Magnat ruft für seine Transpuls gerade einmal 399 Euro pro Stück auf. Dafür sind Materialqualität und Verarbeitung fast schon unschlagbar.

Karger Rücken kann auch entzücken

Vorn wird also ordentlich auf die Tube gedrückt, dafür geht es auf der Rückseite geradezu spartanisch zu. Die riesige Rückwand wirkt fast schon leer. Lediglich ein Terminal mit zwei Anschlüssen ist hier zu sehen. Dafür wartet es mit einem absolut robusten Eindruck auf. Kommt die Transpuls 1000 auf Partys zum Einsatz, halten die Terminals sicher tausenden Steckvorgängen stand. Einzig fehlen mir hier farbliche Markierungen der Buchsen, um die Kabel anzuschließen. Es ist immer eine Taschenlampe oder brauchbares Licht erforderlich, um die eingeprägte Polaritätskennung ablesen zu können. Wie bei einem Rennwagen ist hier ebenfalls ein Typenschild mit Angaben zur Leistung zu finden. Eine Besonderheit ist dafür wiederum, dass es einen linken und rechten Lautsprecher zu kaufen gibt. Die beiden Dreiwege-Bassreflexsysteme sind nämlich nicht symmetrisch aufgebaut. Welche Box wohin muss, erkennt man daran, dass das 135 Millimeter große Mitteltonchassis immer innenseitig steht.

Das großzügig dimensionierte Anschlussfeld sitzt auf der Gehäuserückseite der Transpuls 1000.

Der Aufbau

Im senkrecht verbauten Hochtonhorn, da sin der Schallwand außen sitzt, liegt die Seidengewebekalotte, daneben der Mitteltöner. Die Aufnahmen für die Frontabdeckung sind – wie die Chassis-Verschraubungen – deutlich sichtbar. Dies trägt zum rustikalen Look der Transpuls 1000 bei. Ganz unten thronen die beiden vergleichsweise riesigen Bassreflex-Ports, die fast schon zum Einlagern von Bierflaschen auf Partys einladen. Ich hoffe, ich bin der einzige, der auf solch wirre Ideen kommt. Jedenfalls empfehle ich, die Abdeckung auf den Lautsprechern zu belassen, wenn die Bude so richtig rockt. Sicher ist sicher! Auf Partys fühlt sich die Transpuls wohl, die hier eingesetzten Chassis sind nämlich tatsächlich der PA-Technik entlehnt. Das Datenblatt sagt, dass bis zu 22 Hertz hinunter noch vernehmbare Bass-Resultate geliefert werden. Das Hochtonhorn vermittelt bis 32 Kilohertz noch satte Erlebniswelten. Äußerlich ist die Transpuls mit 79 Zentimetern Höhe, 39 Zentimetern Breite und 28 Zentimetern Tiefe angenehm wohnraumtauglich.

Der Hochtöner sitzt in einer schallführenden Hornvertiefung.

Die Aufstellung

Die perfekte Positionierung der Transpuls 1000 hat sich bei mir als etwas aufwändiger herausgestellt. Irgendwo findet sich offenbar immer eine Raummode in meinem Wohnzimmer, in deren Zentrum ich lande. Am Ende stehen die Gehäuse relativ frei im Abstand von etwa 2,5 Metern zur Hörpostion und zueinander im Raum. Die Front-Fire-Anordnung kommt mir sehe gelegen. So kann ich die Lautsprecher in nur etwa 30 Zentimetern Abstand zur Wand platzieren. Auch wenn die äußere Anmutung eher in die brachiale Richtung neigt, hat Magnat bei der Klangabstimmung doch einen sehr runden Weg gefunden. Sämtliche Mitspieler harmonieren gut miteinander und die Übergänge sind überraschend homogen. Unter geringen Lautstärken, so im Bereich der Berieselung, vermisse ich die Loudness-Einstellung früherer Verstärker. Die hier eingesetzten, großen Basstreiber verlangen nach etwas mehr Saft als die eher zierlichen Exemplare in modernen schlanken Säulen. Aber hat man Zimmerlautstärke erreicht, zeigt die Transpuls 1000, wo der Hammer hängt.

Die Transpuls 1000 sind nicht allzu wählerisch in ihrer Positionierung. Selbst die wandnahe Aufstellung ist hier möglich.

Spielfreudige Kandidaten

Die Magnat Transpuls 1000 mit einem 150 Watt Signal anzusteuern stellt mich vor eine kleine Herausforderung. Der RV4 aus gleichem Hause, offeriert aber genau das Gewünschte. Allerdings hüpfen mir bei derartigen Lautstärken die Gläser aus dem Schrank und vermutlich sogar bei den Nachbarn. Dennoch wage ich es für einige Musikstücke, den Lautstärkeregler des Verstärkers Richtung Maximum zu drehen und ich werde nicht enttäuscht. Im Intro von Allen Aliens „Ufo“ hüpft das gesamte Sofa mit mir vor Freude. Mein Herzschlag ist im Einklang mit dem packenden Bass des Stücks. Beeindruckt von der brachialen Gewalt der riesigen Bassmembran zücke ich Yello und „Kiss The Cloud“. Erneut gerate ich geradezu in Verzückung ob der tiefen Absonderungen im Keller des hör-und fühlbaren Frequenzspektrums, die die Transpuls abzubilden vermag. Die knackige Bass-Drum schlägt knallhart in meine Magengegend, so dass ich gar nicht mehr leiser drehen mag. Glücklicherweise sind alle Gläser noch heil.

Kann beides, Rock und Jazz

Den beworbenen Einsatzzweck, nämlich Rock-, Urban- und impulsreiche Musikstile, meistert die Transpuls 1000 ohne jegliche Schwierigkeit. Susan Tedeshis „Back To The River“, bei dem es auf eine gute Stimm- und Gitarrenwiedergabe sowie einen beweglichen Bass ankommt, klingt ausgezeichnet. Selbst voll aufgedreht, bleibt die Wiedergabe klar und spritzig. Mir geht es hier zwar schon eine Spur zu laut zu, Höhen werden dennoch verzerrungsfrei in den Raum geknallt und zerreißen nicht, wie man das sonst auf Partys häufiger erlebt. Der bei mir beliebte „Asphalt Canyon Blues“ von Grover Washington Jr. und Kenny Burell kommt natürlich auch zum Einsatz. Dabei kann ich den Kontrabass regelrecht fühlen, der das wuchtige Fundament für die Instrumente legt. Das Saxophon erhält im Mittel- und Hochtonbereich eine luftige Unterstützung und kann frei durchatmen. Und die Fairchild Four mit „These Bones“ klingen mit diesem Rückenwind im Bass einfach phänomenal.

Die massiven Reflex-Öffnungen in der Front sorgen für ein mächtiges Bassfundament.

Allgemeine Fähigkeiten

Lautstärke und Bass der Transpuls 1000 haben ihre Faszination, doch dieser Lautsprecher kann sich auch in filigraneren und leiseren Stücken in Szene setzen. Ab Zimmerlautstärke entfaltet sich der Sound ebenfalls mit beeindruckender Wirkung. Die nach außen versetzten Hochtonhörner bereiten eine angenehm breite Stereobühne auf. Die recht scharfe Trennung der Frequenzweiche bei 750 Hertz und 3800 Hertz sorgt für einen nahtlosen Übergang zwischen den einzelnen Wiedergabewegen. Dabei weist das Magnat-Pärchen auch keine Schwächen in feinfühligeren Momenten auf. „Way Down Deep“ von Jenniver Warnes erhält eine angenehme Wärme. Ebenso eindrucksvoll stellt Tom Morello sein Piano in „16 Tons“ wieder in meinem Wohnzimmer auf. Dank der gut umgesetzten Hochtöner geht kein Detail verloren und das sehr dynamische Stück begeistert sowohl in lauten wie leisen Passagen. So können die Soundboliden auch bei kleinerer Einstellung des Lautstärkestellers Begeisterung hervorrufen. Einen zusätzlichen Subwoofer vermisse ich hier tatsächlich nie.

Setzt man die zum Lieferumfang gehörigen Gewebeabdeckungen auf, ist von der Technik nichts mehr zu sehen.

Fazit

Die Transpuls 1000 von Magnat ist ein Lautsprecher mit Understatement. Mit einem Stückpreis von gerade einmal 399 Euro reißt sie auch kein unangemessenes Loch ins Portemonnaie. Nicht nur äußerlich beeindruckt sie durch ihr kraftvolles Design. Werden die 300 Watt Musikleistung entfesselt, verwandeln sie sich in pure Begeisterung. Impulskraft, bassgewalt, Spaß – alles da! Alle Komponenten sind so robust ausgelegt, dass die Transpuls 1000 auch auf einer mittelgroßen Party für eine imposante Beschallung sorgt. Soll es einmal etwas unauffälliger einhergehen, verbirgt sich die brachiale Gewalt hinter einer harmlos erscheinenden Frontblende. So verwandelt, findet die Transpuls 1000 dann auch in zurückhaltend eingerichteten Wohnzimmern ihr Plätzchen. So richtig wohl fühlt sich sie sich aber zwischen E-Gitarren, Schlagzeugen und Stage-Amps, wo sie ihr fetziges Äußeres präsentieren kann. Wer Gefallen am riesigen Basstreiber gefunden hat, aber noch einen draufsetzen möchte, dem steht die Transpuls 1500 mit 38 Zentimeter messendem Bass-Chassis als größere Option parat.

Test & Text: Dieter Pfeil
Fotos: Philipp Thielen

Gesamtnote: Preistipp
Klasse: Mittelklasse
Preis-/Leistung: hervorragend

79 of 100

80 of 100

80 of 100

Technische Daten

Modell:Magnat
Transpuls 1000
Produktkategorie:Standlautsprecher
Preis:399,00 Euro / Stück
Garantie:5 Jahre
Ausführungen:- Dark Wood
Vertrieb:Magnat Audio Produkte, Pulheim
Tel.: 02234 / 807120
www.magnat.de
Abmessungen (HBT):- 790 x 380 x 280 mm
Gewicht:20,0 Kg / Stück
Prinzip:Drei-Wege, Bassreflex
Wirkungsgrad:92,5 dB
Hochtöner:- 25 mm Horn-Hochtonkalotte
Mitteltöner:1 x 135 mm
Teiftöner:1 x 260 mm
Frequenzbereich:22 Hz – 32 kHz
Übergangsfrequenzen:750 / 3800 Hz
Lieferumfang:- Magnat Transpuls 1000
- Gewebeabdeckungen
- Bedienungsanleitung
Pros und Contras+ impulsstarke Wiedrgabe
+ punchiger Grundton
+ Hochton-Horn
+ wandnahe Aufstellung möglich

- keine Contras
Empfohlene Raumgröße:25 - 30 Quadratmeter
Benotung:
Gesamtnote:Preistipp
Klasse:Mittelklasse
Preis-/Leistunghervorragend

lite - DAS LIFESTYLE & TECHNIK MAGAZIN Über uns | Impressum | Datenschutz | Kontakt