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Redakteur

„Mit der Reference K läuten wir ein neues Klangzeitalter ein“ – markige Worte aus dem Hause Canton über die aktuelle Premium-Schallwandler-Serie. Die Hessen sind sich ihrer Sache offenbar sicher: Für die neue Generation der Flaggschiff-Reihe haben sie immerhin ein Markenzeichen ihres Boxenbaus über Bord geworfen. Das ist mutig – aber ist es auch richtig?

In ihrer vollen Pracht in unserem Hörraum und bereits für den Test: die Canton Reference 7 K.

In ihrer vollen Pracht in unserem Hörraum und bereit für den Test: die Canton Reference 7 K.

Zur Beantwortung dieser Frage haben wir uns die Reference 7 K ins Haus geholt. Sie ist die kleinste Standbox der Top-End-Reihe, diese Serie umfasst insgesamt vier Standlautsprecher-Modelle, eine Kompaktbox, einen Center sowie einen Subwoofer. Damit ist auch an die Freunde der Rundumbeschallung gedacht, aber natürlich ist die Reference als audiophiles Aushängeschild und Innovationsmotor konzipiert. Canton gehört zu den wenigen Herstellern, die ihre Lautsprecher von A bis Z selbst entwickeln, testen, optimieren und fertigen. Die Hessen wissen also genau, wie und warum sie zu welcher Lösung gekommen sind, und die neuesten Ideen, Erkenntnisse und Forschungsergebnisse fließen seit 2009 selbstverständlich zuallererst in die Premium-Serie ein. Die aktuelle Generation trägt im Namenszug ein „K“ – und dieses Kürzel gibt schon einen Hinweis darauf, an welchem Canton-Credo gekratzt worden ist.

Der Namenszusatz "K" steht für Keramik. Auf dieses Material setzt Canton schon seit Längerem in den Hochtönern seiner Reference-Serie.

Der Namenszusatz “K” steht für Keramik. Auf dieses Material setzt Canton schon seit Längerem in den Hochtönern seiner Reference-Serie.

Mit Alu auf dem Holzweg?

K wie Keramik – ein neuer Werkstoff hält nun Einzug in die Membranen der Mitten- und Bass-Lautsprecher. Hier hat Canton lange Jahren ein selbst auferlegtes Reinheitsgebot verfochten, bei der schwingenden Fläche zur Luftbewegung haben die Weilroder Wandlerspezialisten stets auf reines Aluminium gesetzt, die silbernen Membranen gelten in der Branche geradezu als ein Erkennungsmerkmal. Und dieses Markenzeichen gibt Canton nun auf? Waren die Hessen mit Aluminium etwa auf dem Holzweg? Zwei Fragen, zwei Antworten: Ja und Nein. Aluminium ist immer noch die Basis der Membran. Allerdings erfährt das Leichtmetall eine spezielle Veredlung: Etwa ein Fünftel des Aluminium-Konus wird durch ein Elektrolysebad in eine Keramik-Struktur transformiert und dabei mit Partikeln des spröden Schwermetalls Wolfram dotiert. Klingt kompliziert, ist es auch; aber diese Bearbeitungsschritte führen zu einer Membran, die bei den wichtigen Werten – Gewicht, Steifigkeit, innere Dämpfung – in Summe einfach besser abschneidet. Optisch schlägt sich die Veränderung in einer matt-beigefarbenen Membran nieder. Das führt zu einem doch ungewohnten Erscheinungsbild für eine Canton-Box, denn die neue High-Tech-Membran wird sowohl bei dem Mitteltöner als auch bei den beiden Tieftönern eingesetzt. Damit vollendet Canton, was die Firma zuerst im Hochtonbereich gestartet hat. Bei den Kalotten für den Tweeter kommt Aluminiumoxid-Keramik schon etwas länger zum Zuge, nun prägt der Hochleistungswerkstoff also alle Speaker; Canton verspricht sich von der einheitlichen Werkstoffwahl bei allen Lautsprechern eine Steigerung der klanglichen Homogenität.
Aus diesem Grund sitzen auch Hochtöner und Mitteltöner so eng wie möglich beieinander, wobei der Mitteltöner oben thront, diese Anordnung hat bei Canton Tradition. Relativ neu ist hingegen der Waveguide des Tweeters; diese Führung dient einer verbesserten Abstrahlung der Höhen. Misst der Kalotten-Hochtöner 25 Millimeter, so besitzen die drei Konus-Lautsprecher der Mitten- und Bass-Sektion einen Durchmesser von 18 Zentimetern. Für den Mitten-Speaker ist das ein respektables Maß, das neue Membran-Material macht’s möglich. Damit kann dieser Lautsprecher in der neuen 7 K einen größeren Frequenzbereich übernehmen, er schallwandelt von 220 bis 3000 Hertz und erweist sich damit als der Schwerstarbeiter unter den Speakern. Für den Bassbereich sind 18 Zentimeter hingegen ein eher kleiner Durchmesser; damit für die Tieftonwiedergabe trotzdem genug schwingende Membranfläche zur Verfügung steht, teilen sich zwei Chassis die Bass-Arbeit. Durch diesen Kniff lässt sich die Front der Reference 7 K schlank halten. Für die gute Figur hat Canton aber noch ganz andere Rezepte in petto.

Jetzt rüsten die hessischen Audio-Spezialisten auf und spendieren ihrer neuesten Reference-Linie nun auch  Mittel- und Tiefton-Chassis mit Keramik-Membran.

Jetzt rüsten die hessischen Audio-Spezialisten auf und spendieren ihrer neuesten Reference-Linie nun auch Mittel- und Tiefton-Chassis mit Keramik-Membran.

Bella Figura durch Bugform

Mag Canton beim Membran-Material neue Wege gehen, so bleibt man bei der Gehäuseform der eigenen Tradition treu. Die anspruchsvollste Serie wird in Bugform gebaut – das galt ab 2005 zuerst für die Vento-Reihe, von der wir die Modelle 830.2, 886 und 890.2 schon in unserer Redaktion begrüßen durften; und das gilt seit 2009 für die Reference-Reihe. Diese Bugform mit ihrer sich nach hinten verjüngende Gehäusegeometrie ist ein weiteres Canton-Markenzeichen, und dank dieses Designs ist auch die 7 K ein echter Hingucker: Durch die geschwungenen Wangen wirkt die Reference deutlich schmaler, als sie ausweislich ihrer bloßen Maße ist: 29 Zentimeter soll sie breit sein, bei gerade mal einem Meter Ausdehnung in der Vertikalen. Das sieht man der Reference nun wirklich nicht an, ganz im Gegenteil: Sie wirkt fast schlank, und die sanften Rundungen verleihen ihr Eleganz und Geschmeidigkeit. Mit dieser Formgebung drängt sich die Reference aber auch nicht auf, weshalb sie eigentlich in die meisten Wohnzimmer passen sollte. Hier haben die Designer ganze Arbeit geleistet. Die gelungene Geometrie ist aber nicht allein optischen Bedürfnissen geschuldet, sondern natürlich auch akustischen Erfordernissen. Durch die Rundungen wird im Innern des Gehäuses die Gefahr stehender Wellen minimiert, die zwischen parallelen Wänden hin- und herwogen. Um diese gerundete Gehäuseform zu erreichen, nutzt Canton nicht die heute weit verbreitete Mitteldichte Faserplatte (MDF), sondern arbeitet mit einem massiven, extrem verwindungssteifen und schwingungsresistenten Mehrschichtlaminat, das unter Druck und Hitze entsteht. Aus dem vollen Material wird dann die Gehäuseform gefräst, dessen Wandstärke satte fünf Zentimeter beträgt. Das schlägt sich im Gewicht nieder: Die ach so zierlich erscheinende Reference 7 K erweist sich auf der Waage als Wonneproppen, 33 Kilo stehen da auf der Anzeige.
Die Reference weiß ihre Pfunde gut zu verhüllen, denn auch bei der „Kleidung“ zeigt sie einen ausgezeichneten Geschmack: Die Box ist in schwarzem Hochglanzlack gehalten, und dieses „Piano Finish“ ist von exzellenter Qualität. Gerade durch die Rundungen würden Nachlässigkeiten bei der Lackierung wie Welligkeiten oder Einschlüsse sofort auffallen, aber bei dieser Box sieht man auch bei genauester Betrachtung nicht den kleinsten Makel. Eine blitzsaubere, ungemein hochwertige Lackierung, die Canton durch ein ganzes Dutzend Arbeitsgänge vom mehrfachen Auftragen und Schleifen bis zum Polieren erzielt. Wahlweise gibt es diese Lackierung auch in Weiß, und selbst das einzige Furnier in der Qualität „Kirsche“ ist in „Piano Finish“-Hochglanz gehalten.

Filigran und edel: Durch ihre nach hinten verjüngte Bugform erscheint die Canton schmaler als sie eigentlich ist.

Filigran und edel: Durch ihre nach hinten verjüngte Bugform erscheint die Canton schmaler als sie eigentlich ist.

Auf den Sockel gestellt: Das neue Bassreflexsystem

Was trägt noch zur Eleganz bei? Absätze! Auch damit kann die Reference 7 K dienen, denn zwei Stege als Abstandhalter lassen den Korpus scheinbar über der Bodenplatte der Box schweben. Auch hier wirken wieder Form und Funktion zusammen. Aufgrund des Schwebeeffekts wirkt die Reference abermals einen Tick filigraner, auch der etwas größere Sockel betont ihre Schlankheit. Soweit die Optik, nun zum praktischen Nutzen dieser Konstruktion: Eigentlich haben wir es hier mit einem Bassreflexsystem zu tun, das mit einer bodenwärts gerichteten Öffnung arbeitet. Dieses Downfire-Prinzip findet man häufig im Subwoofer Bereich, aber auch andere renommierte HiFi-Lautsprecherhersteller wie etwa Nubert mit seinen Modellen A-700 und A-500 greifen auf diese Lösung für den Luftaustausch zurück. Die Ventilation gen Boden hat einen großen Vorteil: Die Box wird aufstellungsunkritischer. Sollte man Modelle mit rückwärtigem Reflexrohr nicht zu nah an die Wand oder in den Raumwinkel rücken (weil dann die Bässe überbetont werden), so ist dieser Effekt bei der Reference wesentlich kleiner. Canton hat aber auch diese Lösung weiterentwickelt. Die Luft tritt nicht nach freiem Belieben aus der Box aus, nein, ihr Verlauf wird von einem sogenannten „Bass-Guide“ bestimmt, die beiden Stege wirken da wie Leitplanken für den Luftstrom. Diese Führungsschienen weisen eine leichte Wellenbewegung auf, dies dient der Reduktion von Strömungsgeräuschen.
Soviel zum Geschehen auf dem Sockel, nun noch ein Blick unter das Podest. Dort hat Canton zum sicheren Stand auf dem Boden vier einschraubbare Vollmetallfüße vorgesehen, sie lassen sich also in der Höhe verstellen, somit kann man Niveauunterschiede des Untergrunds ausgleichen. Aufklebbare Gummipucks verhindern bei harten Böden Kratzspuren und sorgen zudem für eine akustische Dämpfung. Hier ist unter dem Aspekt der Klangoptimierung Luft nach oben, es lohnt sich, mit hochwertigen Spikes oder Absorbern zu experimentieren, dadurch lässt sich noch etwas mehr Klarheit und Präzision in der Basswiedergabe erreichen.

Der Sockel ist mit einer strömungsoptimierten Schallführung ausgestattet.

Der Sockel ist mit einer strömungsoptimierten Schallführung ausgestattet.

 

Sind Box und Sockel miteinander verbunden, ist die Schallführung nur noch zu erahnen.

Sind Box und Sockel miteinander verbunden, ist die Schallführung nur noch zu erahnen.

Top-Terminal

Untadelig ist das Anschlussterminal auf der Rückseite der Box. Die Kabelklemmen sind qualitative Spitze: komplett aus Metall, vergoldet und von einer sehr angenehmen Größe, das gilt für Überwurfmuttern, die ein kontrolliertes Anziehen erlauben und perfekt gängig sind, das gilt aber ebenso für die Kabelaufnahmen, die Kabelquerschnitte bis 10 Quadratmillimeter erlauben. Bei hochwertigen Kabeln sind solche Querschnitte keine Seltenheit. Natürlich können an diesem Terminal auch Kabelschuhe oder Bananen-Stecker angeklemmt werden. Die 7 K bietet vier Klemmen, damit ermöglicht sie Bi-Amping, also den Anschluss von zwei Amps, die den Bass und die Mitten/Höhen der Box separat antreiben, oder auch Bi-Wiring, also den Betrieb über einen Verstärker, der aber den Bass und die Mitten/Höhen mit verschiedenen Kabeln ansteuert. Man kann die 7 K aber natürlich auch ganz konventionell mit einem Verstärker und einem Lautsprecherkabel pro Box betreiben. Dazu lässt man die Reference 7 K so, wie sie geliefert wird: mit den eingesetzten Brücken, die jeweils die Minus- und die Plus-Klemmen für Bass und Mitten/Höhen verbinden.

Großzügig dimensioniert und hochwertig bestückt. Das Anschlussterminal der Reference 7 K kann sich sehen lassen und nimmt selbst massivere Signalgeber locker auf.

Großzügig dimensioniert und hochwertig bestückt. Das Anschlussterminal der Reference 7 K kann sich sehen lassen und nimmt selbst massivere Signalgeber locker auf.

„It Got Me Hooked“ – die Reference 7 K im Hörtest

Beim Aufstellen und Ausrichten der Boxen sollte man sich Zeit nehmen, denn auch wenn die Reference mit Bass-Guide unkritischer bei der Positionierung in Richtung Wand oder Zimmerecke ist – das hat sich als ein echter Pluspunkt erwiesen –, so reagiert sie sensibel auf Veränderungen des Boxen-Abstands und der Ausrichtung auf den Hörplatz. Hier haben wenige Millimeter und geringe Grad Veränderung zu überraschend großen Gewinnen bei der Homogenität der Wiedergabe und der räumlichen Abbildung geführt. Machen Sie sich die Mühe, experimentieren Sie, die Reference 7 K wird sie dafür belohnen. Bei uns erwies sich ein Abstand von ziemlich genau 190 Zentimetern als ideal, das Redaktionssofa ist dabei zwei Meter entfernt. Bei der Einwinklung sind wir schließlich bei etwa 10 Grad gelandet. Nun ist die Bühne perfekt, nun steht Lisa Batiashvili genau da, wo sie im Konzertsaal hingehört. Die Weltklasse-Violinistin hat zusammen mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen Beethovens Violinkonzert eingespielt. Eine sehr gute Aufnahme, die das durchsichtige Musizieren der Solistin und des Klangkörpers auch akustisch transparent macht. Die 7 K bildet das wunderbar ab: Das Orchester erwächst mit diesem Schallwandler zum physisch präsenten Klang-Körper, wir können bei den Frage- und Antwort-Phrasen, die sich Batiashvili und die Bremer Kammerphilharmonie zuspielen, wunderbar die Tiefenstaffelung erleben, auch die Klangreise durch die verschiedenen Instrumentengruppen ist schlicht ein Hochgenuss. Das Klangbild ist wohldefiniert und artikuliert; auch die Pauken, die mit manch anderem Schallwandler zum akustischen Spielverderber werden, klingen sehr präzise – prima! Toll ist auch die Präsenz von Lisa Batiashvili: Die georgische Geigerin beginnt fast verhalten, doch sobald sie das einleitende Thema in der Oktave spielt, blüht ihr Geigenton auf, wir erleben die Forcierung ihres Bogenstrichs und damit die Verschärfung des Tons ihrer Stradivari – wie hier dreihundert Jahre altes Holz zum Klingen gebracht wird, ist auch akustisch großes Kino.

IN unserem test musste sich die Reference 7 K an diversen Mitspielern behaupten. U.a. der Marantz-Kombi PM-/SA-14S1 SE.

IN unserem test musste sich die Reference 7 K an diversen Mitspielern behaupten. U.a. der Marantz-Kombi PM-/SA-14S1 SE.

Wir wechseln nun den Tatort, vom Podium geht es ins Aufnahmestudio, zu einem verkannten Klassiker der Rockgeschichte: „Voodoo Lounge“ von den Rolling Stones. In den Neunzigern wurde das sehr gut produzierte Album für seinen angeblich altbackenen Klang gerügt, aber kaum ein Jahrzehnt später war genau dieser erdige, ehrliche, von überladenen Effekten freie Bandsound dann schwer angesagt. Warum, das hört man gleich bei den ersten Takten von „Love Is Strong“: Was für ein grandioser Gitarrensound! Gnadenlos direkt, zugleich perlend und crunchig, rund und raumfüllend! Und was für eine superbe Wiedergabe durch die 7 K! Keith Richards hat seinen Verstärker scheinbar zwei Meter vor unserem Hörsofa aufgebaut und sich mit seiner Telecaster direkt daneben gestellt. Die Gitarre klingt derart präsent, dass man das Metall jeder Saite hört. Und diese Gitarre ist perfekt eingebettet, am Bass erstmals Darryl Jones, der den frisch ausgestiegenen Bill Wyman ersetzt. Sein Bass schiebt mit einer unglaublichen Ruhe den Song voran, fett, aber eben nicht angefettet; Tiefton-Fetischisten werden hier vielleicht eines der drei größeren Reference K-Modelle bevorzugen, die tonal anders abgestimmt, aber auch für andere Raumgrößen ausgelegt sind. Wer aber einen schön straffen Bass schätzt, kommt bei der 7 K auf seine Kosten: Sie pumpt den Tiefton kontrolliert in den Raum und in die Magengrube. Exzellent klingt auch das Schlagzeug, knackig, crisp und sehr natürlich, besonders beindruckend ist die Snaredrum, mit der Charlie Watts den Song startet –; ja, so klingt eine echte Snare im realen Raum. Als nächstes lernen wir die Stimmabbildung der Box kennen: Mick Jagger ist sicher kein begnadeter Sänger, aber seiner Performance kann man sich einfach nicht entziehen, das lässt einen nicht kalt. Und genau dieses Etwas vermag die 7 K in den Raum zu zaubern. Jaggers Hauchen, Stöhnen, Seufzen und Shouten – der Mann beherrscht die ganze Gefühlspalette, und wir hören ihm beim Zelebrieren seines Vokal-Kults gebannt zu, weil die 7 K diesen Magier am Mikrophon für uns so lebendig macht. Wenn Jagger „It Got Me Hooked“ raunt, dann muss man ihm beipflichten: Ja, das macht süchtig.
Dabei drängt sich die K 7 nicht auf, sie ist keine Box, die mit überbrillanten Höhen auf Hörerfang geht. Der Hochton ist genau richtig dosiert, er sorgt für die Frische und Lebendigkeit, er liefert die Details, ohne sie in den Vordergrund zu stellen. Das sorgt in Summe für einen dauerhaft entspannten Hörspaß. Und der geht auch bei hohen Lautstärken nicht verloren, die 7 K bleibt unangestrengt – wie laut es ist, stellt man verblüfft fest, wenn man mal den Hörraum verlässt und nun von außen mitbekommt, was drinnen abgeht. Auch hier hat die 7 K durchaus Suchtpotenzial.

Sehr gut. Statt auf die obligatorischen Rundspikes setzt Canton in der aktuellen Reference-Serie auf höhenverstellbare Tellerfüße.

Sehr gut. Statt auf die obligatorischen Rundspikes setzt Canton in der aktuellen Reference-Serie auf höhenverstellbare Tellerfüße.

Fazit

Die 7 K mag die kleine Standbox der Reference K-Reihe sein, aber sie erfüllt voll und ganz den großen audiophilen Anspruch der Serie: Sie spielt hochpräzise, sie liefert eine ausgezeichnete räumliche Abbildung und punktet insbesondere mit einer sehr natürlichen, unaufgeregten Wiedergabe. Für diese Reference-Generation hat Canton auf eines seiner Markenzeichen, die Alu-Membran, verzichtet, aber dieser Verzicht ist kein Verlust: Schließlich ist mit der Reference 7 K ein hervorragender Schallwandler herausgekommen.

Test & Text: Volker Frech
Fotos: www.lite-magazin.de, Herstellerbilder

Gesamtnote: 1,1
Klasse: Referenzklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

95 %

98 %

96 %

161026-canton-testsiegel

Technische Daten

Modell:Canton
Reference 7 K
Produktkategorie:Standlautsprecher
Preis:2.600,00 Euro / Stück
Garantie:5 Jahre
Ausführungen:- Lack schwarz, „Piano Finish“
- Lack weiß, „Piano Finish“
- Kirsche Furnier, „Piano Finish“ (Aufpreis: 300 Euro)
Vertrieb:Canton, Weilrod
Tel.: 06083 2870
www.canton.de
Abmessungen (HBT):1000 x 290 x 420 mm
Gewicht:33,0 Kg / Stück
Prinzip:Passiv-Lautsprecher, Drei-Wege, Bassreflexsystem
Hochtöner:1 x 25 mm, Aluminium Oxyd-Keramik-Kalotte
Mitteltöner:1 x 180 mm, Aluminium-Keramik-Wolfram -Membran
Tieftöner:2 x 180 mm, Aluminium-Keramik-Wolfram -Membran
Trennfrequenz:220 / 3000 Hertz
Lieferumfang: Canton Reference 7 K
- Bodenplatte, Aluminium-Füße
- Lautsprecherabdeckungen
- Bedienungsanleitung
Besonderes:- exzellente Verarbeitung
- Sockelkonstruktion mit Bassreflex-System „Bass-Guide“
- DC-Technologie
- Stoffabdeckung mit Magnetbefestigung
- Bi-Wiring/Bi-Amping-Anschlussfeld
Benotung:
Klang (60%):1,1
Praxis (20%):1,0
Ausstattung (20%):1,1
Gesamtnote:1,1
Klasse:Referenzklasse
Preis-/Leistungsehr gut
Mit- und Gegenspieler:
- Marantz PM-14S1 SE
- Marantz SA-14S1 SE
- Oehlbach Twin Mix One
- Blue Horizon Sanctum
- IsoTek Initium

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